Sonntag, 1. November 2020

Ein Tag im November

 

In Bezug auf das Füchslein gibt es noch keine Neuigkeiten. Das Statthalteramt lässt sich Zeit. Ob es mir wohl ein Weihnachtsgeschenk machen will? Egal, statt zu warten gehe ich lieber hinaus den Herbst geniessen. Kommt ihr mit?

Das Wetter war Bescheiden, Männe hatte Muskelkater, der andere Kater war am Schnarchen... so habe ich halt meine Kamera geschnappt und bin alleine los. Auch nicht schlecht, denn so konzentriert Frau sich viel mehr auf alles, was ihr so über den Weg läuft... oder was am Wegesrand steht.


Wahnsinn... so eine ordentlich geschichtete Holzbeige sieht man nicht alle Tage. Wirkt schon fast ein bisschen pingelig *hüstel* 😊

Irgendwie bekommt man schon fast Lust, mal so eine Kiste etwas schief hinzustellen, findet ihr nicht?

Aber wenn ich so beobachtet werde, getraue ich mich dann doch nicht.

Da mache ich lieber einen kleinen Abstecher zu meiner Lieblingspfütze.

Ausser mir, schwirrte nur noch eine einsame Libelle herum. Doch sie wollte partout nicht mit aufs Bild. Ist wohl etwas Kamerascheu.
 
Ich mag die schware Farbe des Teichs... irgendwie gruselig und irgendwie doch faszinierend, weil sich die Umgebung so toll darin spiegelt.


Unzählige Pilze sind mir unterweg begegnet.


Einige sogar mit eigenem Pool.

Wie im Märchen.


Schnucklig oder? Auf der anderen Seite war er allerdings angeknabbert... Na ja, niemand ist perfekt.


Brombeere. Vor dieser Holzbeige mag ich sie lieber als in meinem Garten... was sie allerdings herzlich wenig kümmert. Längst hat sie den Gwundergarten zu ihrem Territorium erklärt und ich kämpfe verzweifelt dagegen an. 


Was für eine Farbenpracht.



Geht es euch auch so, dass ihr auf solchen Wegen einfach das Laub hochwirbeln müsst? Man kann gar nicht anders, oder?

Und im eigenen Garten erwartet mich diese Farbenpracht der Hortensie Hobergine. Ein echter Knaller in Sachen Farbe, sowohl im Sommer als auch im Herbst.
 

Oh wie ich sehe komme ich gerade recht zum Bäuchlein kraulen. Tja, wenn man schon so nett gebeten wird. Entschuldigt, mein Typ wird verlangt.😎😸
 
Habt eine guten Start in die erste November Woche.
En liebe Gruess
Alex


Samstag, 19. September 2020

Glück gehabt, kleiner Fuchs


 Lange, lange, habe ich mit mir gerungen, die Geschichte öffentlich zu machen. Denn wenn ich eines nicht will, so ist es Leute zu animieren allenfalls schwerverletzte Wildtiere von der Strasse aufzusammeln und unnötig länger leiden zu lassen. Bei Wildtier-Unfällen ist IMMER die Polizei zu verständigen, die den entsprechenden Wildhüter aufbieten kann. Aber... ja, es gibt ein ABER und zwar ein Grosses: Wenn der Jagdaufseher ausrückt und nicht bemüht ist, seinen Job ordentlich zu machen, dann kann genau das geschehen, was dieses Fuchsmädchen und ich erlebt haben. Warum ich es jetzt doch öffentlich mache, hat auch mit dem Jagdgesetz zu tun, über das wir am kommenden Wochenende abstimmen. Im neuen Gesetz sind meiner Meinung nach bedrohte Wildtierarten (allen voran der Feldhase, für den mein Herz ganz besonders schlägt) viel zu wenig geschützt und selbst Treibjagden werden weiterhin zugelassen. Es nützt den Tieren wenig, wenn Politiker in ihren Wahlkampf-Diskussionen meinen, Jagdverbände könnten bedrohte Tierarten, wie eben den Feldhasen, selbst unter Schutz stellen, indem sie beschliessen, diesen vorübergehend nicht zu jagen (so gesagt von Lorenz Hess, Nationalrat und selbst Jäger). Denn wenn es gesetzlich nicht verankert ist, ist der Willkür mal wieder Tür und Tor geöffnet und das Tier eben nicht geschützt. In dieser Diskussion wurde auch behauptet, dass es kein Ziel der Jägerschaft sei, alles totzuschiessen. Das mag bestimmt für einige Jäger gelten, aber nicht für die beiden, mit denen es das Füchslein und ich zu tun hatten. 

Und das ist passiert:

Am Freitag nach Auffahrt war ich am Morgen mit meinem Auto unterwegs, als ich auf der  gegenüberliegenden Fahrbahn einen Fuchswelpen auf der Strasse sitzen und verwirrt um sich blicken sah. Im ersten Moment dachte ich auch, dass der Kleine wohl einen Unfall und sich vielleicht die Hinterbeine gebrochen haben könnte. Ich hielt sofort am Strassenrand an, sowie auch eine weitere Autofahrerin. Während wir ausstiegen, kam auch der vermeintliche Unfalllenker zurück. Er meinte zu uns, er habe zuerst eine Stelle zum Wenden finden müssen. Ich zweifle dies jetzt mal nicht an. Er ermahnte uns von dem Füchslein wegzubleiben, er sei der Sohn eines Jägers und wisse, dass man Jungtiere nicht berühren dürfe, sonst würde es die Mutter  nicht mehr annehmen. Da ich mein eigenes Handy nicht dabei hatte, meinte ich, er solle doch am besten gleich den Notruf anrufen, die würden den Wildhüter aufbieten. Doch das tat der Lenker nicht, stattdessen rief er seinen Vater an und ich konnte hören, wie er immer wieder sagte: "Nein, ich kann das nicht tun. Ich kann es nicht kaputt machen." Die Wortwahl hat mich persönlich sehr erstaunt, geht es hier doch nicht um eine Sache, sondern um ein Lebewesen. Aber egal, während er telefonierte, stand das Füchslein auf und ging ohne Hinken und ohne sichtbare Verletzung ins hohe Gras, um sich vor uns zu verstecken. Als der Mann endlich sein Telefonat beendet hatte, bat ich ihn erneut endlich die Tel.- Nr. 117 anzurufen, was er dann auch tat. Leider konnte die zweite Zeugin wegen eines Termins nicht länger warten. Aber sie gab mir eine Hundedecke, für den Fall, dass man das Füchslein später zum Tierarzt bringen müsste. Ich solle ja darauf achten, dass der Fuchs nicht erschossen würde. Hmm.., habe ich gedacht, warum erschiessen? Der Fuchs war immerhin selbst von der Strasse gelaufen und nirgendwo war Blut zu sehen. 

Während wir also auf den Wildhüter warteten, fragte ich den Lenker, ob er denn das Füchslein wirklich erwischt hätte. Er meinte, sich nicht sicher zu sein. Auf alle Fälle sei er nicht drüber gefahren und er hätte noch versucht auszuweichen. Aber ein Rumpeln hätte er nicht gespürt/gehört, allerdings sei das Tier ja auch klein. Für mich klang es immer mehr danach, dass das Füchslein vermutlich einfach Glück gehabt hatte. Eine halbe Stunde nach dem Anruf kam ein Auto angefahren. Einer der Jäger stieg gleich mit dem Gewehr aus, der zweite parkte zunächste den Wagen. Natürlich habe ich sofort vehement gefordert, dass die Knarre weggesteckt werde und man zuerst mal kläre, ob dem Tier überhaupt was fehle. Die Antwort war, dass kein Tierarzt sich den Fuchs anschauen würde. Was ich denn überhaupt mit dem Tier wolle? 

Ähm, also ausstopfen oder über mein Bett hängen bestimmt nicht. Auch wenn ich sicherlich etwas lauter geworden bin, blieb ich in der Wortwahl höflich und habe den beiden stattdessen berichtet, was ich gesehen hatte. Mein Anliegen war es, dass jemand sich den Fuchs anschaute, bevor ein Entscheid getroffen wurde, den man nicht rückgängig machen konnte. Der Ältere der beiden Jagdaufseher wollte wissen, ob ich denn die Unfalllenkerin wäre. Als ich das verneinte, versuchte er mich wegzuschicken. Da outete ich mich als Tierschützerin, die jetzt genau hinschauen werde, was denn mit dem Tier geschehe. Vermutlich fürchteten die beiden, dass ich zur Presse gehen würde, daher zückte der eine Jagdaufseher sein Handy und ging etwas von uns weg. Später überreichte er mir das Handy und ich war verbunden mit dem Polizisten der Verkehrsleitzentrale. Auch ihm erzählte ich, was ich gesehen hatte und dass ich einfach möchte, dass sich jemand das Füchslein anschaut. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich das Füchslein schon zu einem Tierarzt bringen könnte. Daraufhin meinte der Polizist, dass die Jägerschaft in diesem Fall nun abziehen werde und der Fuchs nun mein Problem wäre. Für mich war das zu diesem Zeitpunkt völlig in Ordnung. Ich bat anschliessend den Jäger um sein Handy, damit ich einen Tierarzt anrufen könne. Doch der verweigerte mir die Hilfe. Wortwörtlich sagte er: "Ich mache für den Fuchs keinen Finger mehr krumm. Das ist jetzt Ihr Problem. Die Kosten müssen Sie dann auch selbst tragen." Das war nun wirklich meine kleinste Sorge.

Ein sehr netter DHL-Fahrer hielt schliesslich an und half mir mit seinem Handy eine Tierarztpraxis zu verständigen (Danke nochmal für Ihre spontane Hilfe, falls Sie dies hier lesen sollten). Von der Praxishelferin erfuhr ich, dass man keine Wildtiere behandeln und daher auch nicht ausrücken würde. Das erstaunte mich doch sehr, da ich ja schon Igel und Vögel vorbeigebracht und nie eine solche Antwort erhalten hatte. Nun musste ich mich beeilen, da ich dachte, die Jäger würden sich wirklich vom Acker machen. Da ich nicht weiter wusste, wollte ich mit ihnen noch mal das Gespräch suchen, um eine Lösung zu finden. Doch ich bekam nur folgende höhnische Antwort zu hören: "Das ist mir egal. Wie gesagt, ich mache hier keinen Finger mehr krumm. Jetzt müssen sie selber schauen." Er meinte noch, ich würde mich mit der Gesetzeslage nicht auskennen. Aber statt mich darüber aufzuklären, liess er mich lieber ins Messer laufen.

Es blieb mir folglich nichts anderes übrig, als den kleinen Fuchs in die Hundedecke zu wickeln und in meinen Wagen zu packen. Bei einer weiteren Tierarztpraxis bekam ich dieselbe Antwort, wie von jener zuvor am Telefon. Hier wurde mir klar, dass es anscheinend wirklich Bestimmungen gab, welche den Tierärzten verbot zu helfen - im Nachhinein erfuhr ich, dass Tierärzte Wildtiere behandeln dürfen, sofern sie über eine entsprechende Bewilligung verfügen. Dass ich aber etwas Illegales mache, war mir nicht bewusst, zumal mir die Verkehrsleitzentrale ja gesagt hatte, ich solle mich um den Fuchs kümmern.

In der Tierarztpraxis lieh man mir eine vernünftige Transportbox und ich durfte ein Telefonat führen. Beim Umsetzen in die Box, schaute die Tierärztin dennoch kurz ins Maul des Füchsleins und stellte fest, dass die Schleimhäute gut durchblutet waren, was gegen innere Verletzungen spreche. Auch prüfte sie kurz die Beinchen und stellte auf den ersten Blick keine Brüche fest. Wäre der Welpe tatsächlich verletzt gewesen, hätte ich ihn gleich von der Ärztin einschläfern lassen. Leiden sollte das Füchslein auf keinen Fall. 

Durch eine Tierhilfsorganisation bekam ich eine Nummer von jemanden vermittelt, der Erfahrung hat mit Füchsen und wo ich den Welpen hinbringen konnte. Auch wären dort ein Jäger und eine Tierärztin zur Hilfe zur Verfügung gestanden. Doch Fakt ist, dass das Fuchsmädchen bereits nach drei Stunden seine erste Maus verdrückt hatte. Auch Kot und Urin waren ohne Blut und in Ordnung. Der Kleinen fehlte glücklicherweise nichts, sie hatte bloss einen Schock erlitten. So konnte ich den Glückspilz mehrere Stunden später wieder in seinem Revier in die Freiheit entlassen.

Weniger Glück war mir vergönnt: Noch am selben Abend hatte ich Besuch von einem Kantonspolizisten, dem Leiter für Tier- und Umweltschutz. Nachdem er sich kurz vorgestellt hatte, wollte er nicht etwa meine Version der Geschichte hören oder mir gar meine Rechte erklären. Nein, mit sowas hat er sich nicht aufgehalten, lieber kam er mit Vorwürfen an, was wir Tierschützer alles falsch machen würden. Wir würden die Leiden unserer eigenen Haustiere unnötige verlängern, indem wir die Tierärzte bequatschen Behandlungen vorzunehmen, einfach weil wir nicht loslassen könnten. Wir würden angefahrene Rehe aus dem Kanton Tessin in den Kofferraum packen und ins Tierspital Zürich fahren. Was das mit dem Füchslein und mir zu tun hatte, musste ich wohl nicht verstehen und verleitete mich zu der ketzerischen Frage, ob er denn Jäger sei.Wie sich herausstellte, ist er nicht nur das, sondern auch gleich Jagdaufseher der Nachbargemeinde von dem Jagdaufseher, der aufgeboten worden war. Mein Handeln wäre strafbar gewesen und ich hätte eine Anzeige zu erwarten. Bereits da hatte ich ihn gebeten bei der angekündigten Einvernahme einen anderen Beamten einzusetzen, da sowohl er wie auch ich voreingenommen wären und kein vernünftiges Gespräch zu stande kommen würde. Spannend fand ich auch, dass der Polizist meinte, es könne sich bei dem Füchslein unmöglich um einen Fuchswelpen aus diesem Jahr gehandelt habe. Wie er das denn wissen wolle, wo weder er noch einer seiner Kollegen vor Ort gewesen sei, wollte ich daraufhin wissen. Das befand er dann doch als eher unglücklich. Sein Unwissen bestätigt nur meine Aussage, dass die Jäger sich den Fuchs noch nicht mal angeschaut hatten, ansonsten hätten sie wohl korrekt rapportiert.

Fast zwei Monate später erhielt ich vom Statthalteramt einen Strafbefehl für Fr. 200.-- plus Fr. 250.-- Schreibgebühr oder alternativ 2 Tage Haft. Angeblich hätte ich mir den Fuchs vorsätzlich angeeignet und den Jagdbetrieb gestört. Es wäre mir zuzumuten gewesen, den Fuchs vom Strassenrand aus zu beobachten, um festzustellen, ob er verletzt gewesen wäre oder nicht. Das Ereignis fand aber an einer Schnellstrasse statt, an der mit 80kmh die Autos vorbeisausten... unnötig zu sagen, dass für den Jungfuchs das Risiko wirklich noch angefahren zu werden, gross gewesen wäre. Zudem, wenn es mir zuzumuten gewesen wäre, dann wohl doch auch der Jagdaufsicht, deren Job es eigentlich gewesen wäre, sich um das Tierwohl zu kümmern. Auch wäre es fahrlässig gewesen, das Fuchsmädel ohne Klärung ihres Zustands zurückzulassen, denn wäre sie wirklich verletzt gewesen, hätte sie so unnötig leiden müssen. Interessanterweise bestreitet niemand, dass der Fuchs unverletzt wieder in die Freiheit entlassen werden konnte, aber vermutlich muss ich bestraft werden, weil ich auf den Zehen der Jagdaufseher herumgetrampelt und ihr Ehrgefühl verletzt habe. Böses Mädchen.

Mit Hilfe eines Juristen habe ich gegen diesen Strafbefehl Einsprache eingelegt, unterstützt wurden wir dabei von namhaften schweizerischen Tierorganisationen. Noch warten wir auf den Entscheid des Statthalters.

Mit diesem Müsterchen zementieren die Jäger einmal mehr das Vorurteil, dass sie abschiessen, was ihnen vor die Flinte kommt. Schade, dass sie hier nicht mal die Gelegenheit genutzt haben, das vorzuleben was sie sich doch angeblich auf die Fahne geschrieben haben: Die Hege und Pflege der Wildtiere. Für die beiden Jagdaufseher schien nur ein toter Fuchs, ein guter Fuchs zu sein. Geärgert hat mich auch, dass sie sich mit mir als Tierschützerin überfordert sahen, aber später feige eine Anzeige einreichten, obwohl eigentlich sie ihren Job als Wildhüter nicht ordentlich ausgeführt haben. So etwas ist doch einfach nur "gschämig". Und genau wegen solcher Jäger gehört ein kräftiges NEIN in die Urne resp. das Abstimmungskuvert. Das Gesetz bietet zu wenige Schutz für zu viele bedrohte Tierarten.

Danke für eure Unterstützung und lasst uns gemeinsam für die Tiere das Gesetz versenken.

 Für das Fuchsmädchen hoffe ich, dass sie schon bald zu einem solch schönen Fuchs heranwächst, wie jener, der uns mal in unserem Garten besucht hat:


 Alles Liebe
Alex


Mittwoch, 2. September 2020

Ups, haben wir wirklich schon Herbst?

Heieiei, ich hinke der Zeit mal wieder mächtig hinterher. Der Garten hält es mir deutlich vor Augen: Sommer war gestern. Jäh nu, macht nichts, dann kommt bald die ruhigere Zeit, wo ich wieder etwas mehr Zeit zum Schreiben haben werde... so hoffe ich, zumindest.


Das Beet neben der Terrasse im herbstlichen Kleid.

Ich habe leider überhaupt keine Ahnung mehr, was ich da in eine Zinkwanne gestopft habe, aber eines ist klar: das Ding will da raus. Muss nur noch ein passendes Fleckchen finden im Garten.

Hortensie Limelight.

Herbstanemonen gibt es in meinem Garten in verschiedenen Farben und Formen. Mir gefällt, wie sie sanft im Wind schaukeln. 


Hier noch in Weiss.


In Pink und leicht gefüllt.

Unser Sumpfloch hat ein Facelifting erhalten. Ja, noch ist es etwas karg, aber ich hab doch schon so das eine oder andere Pflänzchen im Kopf. Die Igel haben nun ihren eigenen Strand bekommen, das gefällt mir ganz besonders. :)


Emily Brontë hat ein Hauch Shabby Chic erhalten. Aber duften tut sie immer noch toll.

Hach ja, seufz, was wäre ein Herbst ohne Herbstastern. Jeden Herbst nehme ich mir vor, im Frühjahr mehr von ihnen zu pflanzen und jedes Mal freuen sich die Schnecken über diesen Entscheid. Aber ich gebe nicht auf. Irgendwann habe ich mein Astern-Paradies.


Meine Geheimwaffe heisst nämlich: Igel *kicher*. Nein, natürlich nicht, denn anscheinend stehen Schnecken gar nicht auf der Top 10 Liste der Igel-Gourmetkarte. Viel lieber mögen sie Insekten und Würmer. Na egal, das Igel-Hotel steht auf alle Fälle bereit und die Betten sind auch schon gemacht. Ihr könnt einziehen, Jungs und Mädels.

"Tja, und wo steht mein Bett?"
"Ach komm schon, Noah, du weisst selbst, dass mehr Katzenbettchen rumstehen als solche für Zweibeiner... und meins nimmst du auch noch in Beschlag."


Die Hagebutten beginnen sich langsam zu färben. Ich mag ihr Anblick, auch wenn er meistens kurz ist, da sie rasch in den Mägen der Vögel verschwinden.


Eigentlich war es überhaupt kein Hortensien-Jahr. Der späte Frost hat ihnen arg zugesetzt. Aber an ein paar geschützten Orten habe doch noch ein paar Bauernhortensien geblüht.



Das Wiesenbord habe ich mal wieder gemäht... irgendwo hinter einem dieser Grasbüschel versteckt sich bestimmt noch mein Rücken *autsch*.


Keine Ahnung, was hier in dem Dachziegel wächst, den ich von einer Gartenkollegin erhalten habe. Egal, mir gefällt's und ich freue mich immer wieder über diese hübschen kleinen Blüten.

Na schön, im Herbst sind die riesigen Hortensienblätter nicht mehr ganz so toll anzusehen. Aber noch bitten sie den Igel ein gutes Versteck, daher lasse ich sie noch ein Weilchen stehen.

Hortensien, Wolfsmilch, Hosta, Taglilien, Schaublatt, Nieswurz... ja, es herrscht ein wildes Durcheinander.

 Das Gelbe ist wohl ein Unkraut, aber es gefällt mir in dem wilden Beet. So who cares?

Das war's aus dem herbstlichen Gwundergarten.

Häbet Sorg u bliibet xsund

Alex & Noah

Sonntag, 12. Juli 2020

Auf Schottland Entzug


Unser Chefgärtner findet es super, dass unser geplanter Schottland-Urlaub in diesem Jahr ins Wasser fiel. So hat er seine Bauchkrauler ganz für sich.


 Nun ja, nicht ganz, ein paar Tage Engadin mussten als Ersatz herhalten.

Fast wie in den Highlands?

Na ja, nicht ganz. Hier wuseln Murmelis herum, statt Fasane und Kaninchen.

Aber Landschaftlich kommt es auf dem Albula-Pass schon fast hin... fehlt nur noch die Dudelsack-Musik.


Okay... die Architektur stimmt auch nicht ganz überein. Aber wer will schon kleinlich sein?

Eine Woche später zog es uns in das Weltkulturerbe Tektonikarena Sardona. Von der Tschinglenalp gings hinauf auf den Firstboden.

 Eine traumhaft schöne Wanderung.

 Ausblick auf das Martinsloch.

 Der Aufstieg ist steil, aber bei der Aussicht jammert niemand.

 Der Rückweg nach Elm führt durch die Tschinglenschlucht... sehr spannend.


Spannend ist auch das abendliche Treiben der Stachelgesellen. Gestern zählte ich gar fünf Igelchen, die durch unseren Gwundergarten streiften. Gerne machen sie halt unterhalb der Vogelfutterstellen, weil die verwöhnten Vögel immer mal ein paar Sonnenblumenkernen fallen lassen. Aber bei uns verkommt nix.



 
Wildwuchs, der etwas Aufsicht benötigen würde, denn...


obwohl ich alles gut beschildert habe...

 ... halten die Schleimis sich nicht an die Regeln. Okay, es könnte vielleicht daran liegen, dass sie zu klein sind, um das grosse Schild lesen zu können. Hmm, vielleicht sollte ich mal mit dem Megafon rausgehen und das Schnecken Verbot herausbrüllen... die Nachbarn wären bestimmt begeistert.

 Diese Ecke lassen die Schleimis in Ruhe. Oder die Igel sorgen dafür, dass hier nicht alles weggemampft wird.

Ja, ein paar wenige blühen noch.


 Und manche werden als himmlischduftendes Bett genutzt.

Die Lichtnelke leuchtet wieder.


 Obwohl ich wegen dem späten Frost dachte, das wird in diesem Jahr nix mit den Hortensien, belehren sie mich eines Besseren. Mir soll's recht sein.

 
 Was das riesen Ehrenpreis Lavendelturm im Sinn hat, muss ich wohl nicht verstehen. Vielleicht wollte es hinaustrompeten, dass es diesen bisher herrlichen Sommer einfach mag.


So sollte es eigentlich aussehen. 


Da wir in diesem Jahr nicht verreist sind, konnte ich endlich die Nähmaschine mal wieder rattern lassen. Den Stoff für dieses Kissen hatte ich vor Jahren in London gekauft.

Diese praktische Tasche, in die man sogar einen Laptop reinbekommt, hatte ich bereits in den Weihnachtsferien begonnen. Aber dann galt es ein Buch fertigzustellen und dieses und jenes kam dazwischen. 

Hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, sie endlich fertigstellen zu können. Aber nun ist es geschafft und sie wird in mein kleines Shöppli wandern.

Sie hat zwei Aussentaschen und auch zwei Innentaschen (letztere allerdings ohne Reissverschluss). 

Die obere Aussentasche ist gross genug, um darin ganz praktisch eine Geldbörse verschwinden zu lassen, so dass man sie immer schnell zur Hand hat und nicht lange die Tasche nach ihr durchwühlen muss.


Auch zum Seifensieden blieb mal wieder Zeit. Schon lange wollte ich ein Rezept ausprobieren, das ohne Palmfett und ohne Parfümöl auskommt. Mit dieser Rosenseife ist es mir gelungen. Sie besteht aus Kokosfett, Kakaobutter, Aprikosenkernöl, Mangobutter, Rapsöl, Reiskeimöl, Rizinusöl, Rosenwachs, rosa Tonerde. Auch zwei weitere Rezepte sind gelungen, auch wenn farblich bei allen dreien noch Luft nach oben ist. 

Nun wünschen wir allen einen genussvollen Sonntag und wenn ihr noch etwas Lesestoff für die Ferien benötigt, findet ihr einen Tipp in meinem Buechkafi.

Alles Liebe

Alex & Noah