Mittwoch, 2. September 2020

Ups, haben wir wirklich schon Herbst?

Heieiei, ich hinke der Zeit mal wieder mächtig hinterher. Der Garten hält es mir deutlich vor Augen: Sommer war gestern. Jäh nu, macht nichts, dann kommt bald die ruhigere Zeit, wo ich wieder etwas mehr Zeit zum Schreiben haben werde... so hoffe ich, zumindest.


Das Beet neben der Terrasse im herbstlichen Kleid.

Ich habe leider überhaupt keine Ahnung mehr, was ich da in eine Zinkwanne gestopft habe, aber eines ist klar: das Ding will da raus. Muss nur noch ein passendes Fleckchen finden im Garten.

Hortensie Limelight.

Herbstanemonen gibt es in meinem Garten in verschiedenen Farben und Formen. Mir gefällt, wie sie sanft im Wind schaukeln. 


Hier noch in Weiss.


In Pink und leicht gefüllt.

Unser Sumpfloch hat ein Facelifting erhalten. Ja, noch ist es etwas karg, aber ich hab doch schon so das eine oder andere Pflänzchen im Kopf. Die Igel haben nun ihren eigenen Strand bekommen, das gefällt mir ganz besonders. :)


Emily Brontë hat ein Hauch Shabby Chic erhalten. Aber duften tut sie immer noch toll.

Hach ja, seufz, was wäre ein Herbst ohne Herbstastern. Jeden Herbst nehme ich mir vor, im Frühjahr mehr von ihnen zu pflanzen und jedes Mal freuen sich die Schnecken über diesen Entscheid. Aber ich gebe nicht auf. Irgendwann habe ich mein Astern-Paradies.


Meine Geheimwaffe heisst nämlich: Igel *kicher*. Nein, natürlich nicht, denn anscheinend stehen Schnecken gar nicht auf der Top 10 Liste der Igel-Gourmetkarte. Viel lieber mögen sie Insekten und Würmer. Na egal, das Igel-Hotel steht auf alle Fälle bereit und die Betten sind auch schon gemacht. Ihr könnt einziehen, Jungs und Mädels.

"Tja, und wo steht mein Bett?"
"Ach komm schon, Noah, du weisst selbst, dass mehr Katzenbettchen rumstehen als solche für Zweibeiner... und meins nimmst du auch noch in Beschlag."


Die Hagebutten beginnen sich langsam zu färben. Ich mag ihr Anblick, auch wenn er meistens kurz ist, da sie rasch in den Mägen der Vögel verschwinden.


Eigentlich war es überhaupt kein Hortensien-Jahr. Der späte Frost hat ihnen arg zugesetzt. Aber an ein paar geschützten Orten habe doch noch ein paar Bauernhortensien geblüht.



Das Wiesenbord habe ich mal wieder gemäht... irgendwo hinter einem dieser Grasbüschel versteckt sich bestimmt noch mein Rücken *autsch*.


Keine Ahnung, was hier in dem Dachziegel wächst, den ich von einer Gartenkollegin erhalten habe. Egal, mir gefällt's und ich freue mich immer wieder über diese hübschen kleinen Blüten.

Na schön, im Herbst sind die riesigen Hortensienblätter nicht mehr ganz so toll anzusehen. Aber noch bitten sie den Igel ein gutes Versteck, daher lasse ich sie noch ein Weilchen stehen.

Hortensien, Wolfsmilch, Hosta, Taglilien, Schaublatt, Nieswurz... ja, es herrscht ein wildes Durcheinander.

 Das Gelbe ist wohl ein Unkraut, aber es gefällt mir in dem wilden Beet. So who cares?

Das war's aus dem herbstlichen Gwundergarten.

Häbet Sorg u bliibet xsund

Alex & Noah

Sonntag, 12. Juli 2020

Auf Schottland Entzug


Unser Chefgärtner findet es super, dass unser geplanter Schottland-Urlaub in diesem Jahr ins Wasser fiel. So hat er seine Bauchkrauler ganz für sich.


 Nun ja, nicht ganz, ein paar Tage Engadin mussten als Ersatz herhalten.

Fast wie in den Highlands?

Na ja, nicht ganz. Hier wuseln Murmelis herum, statt Fasane und Kaninchen.

Aber Landschaftlich kommt es auf dem Albula-Pass schon fast hin... fehlt nur noch die Dudelsack-Musik.


Okay... die Architektur stimmt auch nicht ganz überein. Aber wer will schon kleinlich sein?

Eine Woche später zog es uns in das Weltkulturerbe Tektonikarena Sardona. Von der Tschinglenalp gings hinauf auf den Firstboden.

 Eine traumhaft schöne Wanderung.

 Ausblick auf das Martinsloch.

 Der Aufstieg ist steil, aber bei der Aussicht jammert niemand.

 Der Rückweg nach Elm führt durch die Tschinglenschlucht... sehr spannend.


Spannend ist auch das abendliche Treiben der Stachelgesellen. Gestern zählte ich gar fünf Igelchen, die durch unseren Gwundergarten streiften. Gerne machen sie halt unterhalb der Vogelfutterstellen, weil die verwöhnten Vögel immer mal ein paar Sonnenblumenkernen fallen lassen. Aber bei uns verkommt nix.



 
Wildwuchs, der etwas Aufsicht benötigen würde, denn...


obwohl ich alles gut beschildert habe...

 ... halten die Schleimis sich nicht an die Regeln. Okay, es könnte vielleicht daran liegen, dass sie zu klein sind, um das grosse Schild lesen zu können. Hmm, vielleicht sollte ich mal mit dem Megafon rausgehen und das Schnecken Verbot herausbrüllen... die Nachbarn wären bestimmt begeistert.

 Diese Ecke lassen die Schleimis in Ruhe. Oder die Igel sorgen dafür, dass hier nicht alles weggemampft wird.

Ja, ein paar wenige blühen noch.


 Und manche werden als himmlischduftendes Bett genutzt.

Die Lichtnelke leuchtet wieder.


 Obwohl ich wegen dem späten Frost dachte, das wird in diesem Jahr nix mit den Hortensien, belehren sie mich eines Besseren. Mir soll's recht sein.

 
 Was das riesen Ehrenpreis Lavendelturm im Sinn hat, muss ich wohl nicht verstehen. Vielleicht wollte es hinaustrompeten, dass es diesen bisher herrlichen Sommer einfach mag.


So sollte es eigentlich aussehen. 


Da wir in diesem Jahr nicht verreist sind, konnte ich endlich die Nähmaschine mal wieder rattern lassen. Den Stoff für dieses Kissen hatte ich vor Jahren in London gekauft.

Diese praktische Tasche, in die man sogar einen Laptop reinbekommt, hatte ich bereits in den Weihnachtsferien begonnen. Aber dann galt es ein Buch fertigzustellen und dieses und jenes kam dazwischen. 

Hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, sie endlich fertigstellen zu können. Aber nun ist es geschafft und sie wird in mein kleines Shöppli wandern.

Sie hat zwei Aussentaschen und auch zwei Innentaschen (letztere allerdings ohne Reissverschluss). 

Die obere Aussentasche ist gross genug, um darin ganz praktisch eine Geldbörse verschwinden zu lassen, so dass man sie immer schnell zur Hand hat und nicht lange die Tasche nach ihr durchwühlen muss.


Auch zum Seifensieden blieb mal wieder Zeit. Schon lange wollte ich ein Rezept ausprobieren, das ohne Palmfett und ohne Parfümöl auskommt. Mit dieser Rosenseife ist es mir gelungen. Sie besteht aus Kokosfett, Kakaobutter, Aprikosenkernöl, Mangobutter, Rapsöl, Reiskeimöl, Rizinusöl, Rosenwachs, rosa Tonerde. Auch zwei weitere Rezepte sind gelungen, auch wenn farblich bei allen dreien noch Luft nach oben ist. 

Nun wünschen wir allen einen genussvollen Sonntag und wenn ihr noch etwas Lesestoff für die Ferien benötigt, findet ihr einen Tipp in meinem Buechkafi.

Alles Liebe

Alex & Noah