Mittwoch, 23. November 2016

Spooky

 Ja, es gibt mich noch *lach*. Ich bin die letzten Wochen nur abgetaucht, weil ich in der Überarbeitung meines nächsten Romans steckte. Aber jetzt geht es weiter mit unserer England-Reise durch Essex/Suffolk/Cambridge. Heute geht's zum Anwesen von Anglesey Abbey in der Nähe von Cambridge.

Yes, I'm still alive :o). Sorry about my long absence, I was completely absorbed by the work on my next novel. But now, let's carry on with our trip through Essex/Suffolk/Cambridge. Today I'll take you with me to Anglesey Abbey, which is close to Cambridge.
 Wir waren mal wieder kurz vor Torschluss in Anglesey Abbey Gardens and Lode Mill angekommen und es galt sich zu sputen. Trotzdem wollten wir das Haus sehen, das mal einem Baron Fairhaven gehört hat. Also nichts wie rein.

We were rather late when we arrived at Anglesey Abbey Gardens and Lode Mill and so we had to hurry to see the house, which belonged to the first Baron Fairhaven.

Das Haus gehört inzwischen dem National Trust, aber Fairhavens Sammlungen von Möbeln, Bildern und Kunstobjekten sind immer noch im Haus verteilt und man kann sich hineinfühlen, wie es gewesen sein muss, hier zu leben.



 Anglesey Abbey belongs now to the National Trust but Fairhavens valuable collection of furniture, pictures and objets d'art is still everywhere in the house. So you really get the feeling, how it must have been, living there.

 Hätte ich gerne hier gelebt? Nein, definitiv nicht.

Would I want to live in that house? Definitively not.

 Ich fand es gruselig.

I found it rather spooky.

Das war so ziemlich der einzige Raum, in dem ich mich wohl fühlte.

This was the only room I felt rather comfortable.

Trotzdem sprangen mich selbst in diesem Haus Ideen für eine neue Geschichte an.

But nevertheless new ideas of another novel came into my mind in this house.

 Bevor das Anwesen in Fairhavens Besitz kam, war es übrigens tatsächlich ein Kloster, wie man hier im Speisesaal noch sehr gut erkennen kann. Aber hättet Ihr hier dinieren wollen? Ich krieg gleich Hühnerhaut... nee, danke, echt nicht. Fairhavens hätte übrigens immer um die gleiche Zeit gegessen, weil er darauf bestanden hatte, danach die BBC News zu hören. Da hatten sich selbst Gäste anzupassen... so berichtete uns zumindest einer der netten Führer des Hauses. Lach, irgendwie erinnerte mich diese Geschichte an meinen Grossvater, den durfte man auch nicht stören, wenn er die Nachrichten hören wollte.

In earlier days the house was indeed an abbey, as you can see in the Dining room. But I'm not sure, that I could have enjoyed diner in such a place ... I would have expected to be served by a ghost... at least. The nice man, who told us more about Fairhaven and his home, said that Baron Fairhaven had always exactly at the same time his diner so that he could listen afterwards to the news. Even his guest had to accept this rule. Somehow this story reminded me to my grandfather, who also didn't want to be disturbed at the news time.



Meine Frage, wie denn der Herr Fairhaven zu seinem Reichtum gekommen war, wurde mit "Öl" beantwortet, was mir den Kerl gleich noch etwas unsympathischer machte. Mein Gesicht ist ja leider meistens ein offenes Buch, was meine Gefühle anbelangt, und so hat der nette Touristenführer gleich noch angefügt, dass Baron Fairhaven aber auch sehr viel Gutes mit seinem Geld getan hätte. Ahhhh, ja... das erklärt bestimmt auch die Jade-Sammlung :o).

I asked the volunteer, how Baron Fairhaven came to his money. I was told that it was with Oil. However, this didn't help to make me that man more sympathetic. As my feelings always can be read easily in my face, the volunteer said quickly, that Baron Fairhaven did also very good things with his money. Hmm... not so sure, when I remember the collection of jade.



Cooler Herd, nicht wahr?

I just love it. :o)


 Die Häschen waren nicht echt... hallo? Hätte ich die sonst fotografiert? Hihi, nein ... sie sollten wohl einfach das Bild vervollständigen, wie es früher hier ausgesehen hat. Die Herrschaften beliebten auf dem Gelände ihr Abendessen zu jagen.

Of course the bunnies weren't real... otherwise I wouldn't have made a picture. :o) I guess, they should have fullfilled the picture of how it had looked in earlier days. The Baron enjoyed hunting and sometimes he shot his dinner on his own ground.

In manchen Räumen schaute es aus, als hätten die Bediensteten nur gerade eben den Raum verlassen.

In some rooms it looked as if the servants have just left it.


Hätte ich in diesem unheimlichen Haus nächtigen müssen, wäre ich wohl in diesem süssen Gefährt einfach abgehauen.

If I had to stay over night in this spooky house, I would have run away in this sweet little lorry. :o)
 Von Aussen fand ich das Haus wunderschön, aber ich weiss nicht genau, was es war, was mich im Inneren so frösteln liess.

From the outside the house really looked stunning. I don't know what exactly it was, that made me want to leave the house as soon as I walked in.

 Da war es mir in der Mühle, die ebenfalls zum Grundstück gehörte, schon wesentlich wohler. Hier wird übrigens immer noch Mehl gemahlen, das an die Touristen verkauft wird.

I felt much more comfortable in the Mill, which also belongs to the property. It is still producing flour, that the tourists can buy.


Auch der Garten von Anglesey Abbey war wunderschön und doch irgendwie morbid. Ich zeige ihn Euch dann beim nächsten Post.

Next time I show you the garden of Anglesey Abbey.

Habt alle noch eine gute Woche. / Have a great week!
Alex

Kommentare:

  1. Irgendwie wär es aber schon noch cool mal eine Zeit in so einem Haus zu leben! Und das Geld zu haben um Gartenträume zu verwirklichen, Platz wär ja da!

    Liebe Grüsse

    Monika

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  2. also ich hätte mich da nicht gefürchtet :D
    natürlich nur wenn überall das Kaminfeuer knistern würde und es schön warm wäre..
    so ein bisschen wohliger Schauer ist doch nicht schlecht.. hihi
    schöne Bilder..
    liebe Grüße
    Rosi

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  3. Deinen Ausführungen um den edlen Landsitz bin ich schmunzelnd gefolgt. Gruslig fand ich die Bilder jedoch eigentlich nicht, eher erinnernd an Agathe Christies Romane, also spannend - aber ich versuchte mich auch in Deine Situation zu versetzen! Vielleicht atmet dieses Anwesen, die Möbel, die getäfelten dunklen Räume etwas unheimliches an Vergessenheit aus, das uns als Außenstehende beim Betrachten der Bilder ja kaum durchgereicht werden kann... 😉

    Gespannt bin ich auf die Gartenanlage, die bestimmt beeindruckende Pflanzen und Bäume haben dürfte.

    Herbstbunte Grüße von Heidrun

    PS: Und bitte einige liebe Streicheleinheiten für Deinen bezaubernden Kater.

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  4. Ich wäre definitiv mit dir und dem süssen Gefährt abgehauen......mir ist das zu viel Stein , viel zu kalt für unser eins , da hilft auch ein bisschen Kaminfeuer nicht .
    Liebe Grüsse
    caro

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  5. Also ich wäre SOFORT eingezogen... Aber mich fragt ja keiner:-) Liebe Grüsse vom Engerain, Thomas

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  6. Jetzt bin ich doch neugierig geworden, warum dich das Haus so frösteln ließ.. Vielleicht kann ich es einmal auf meiner wohl hoffentlich noch zahlreichen Englandreisen besichtigen. Bin schon auf den Bericht über den Garten gespannt.
    LG Kathinka

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    1. Ich kann's nicht wirklich sagen, woran es lag. Es fröstelte mich einfach in dem Haus. Es wirkte so morbid und das tönt jetzt bestimmt ziemlich doof, aber irgendwie auch traurig. Ich spürte in dem Haus keine Lebensfreude. Vielleicht lag es aber auch daran, dass die Räume ziemlich düster wirkten, das sie nicht von Licht durchflutet waren. Wie gesagt, ich kann's nicht genau sagen, war aber einfach froh, als wir wieder draussen waren. Im Garten hat es einen grossen goldenen Käfig, den man vom Haus aus sehen kann. Genau so kam mir das Haus selbst irgendwie vor: wie ein Käfig. Trotzdem solltest Du es besichtigen, wenn Du in der Nähe bist. Der Garten ist riesig und hat viel zu bieten ... ehm, die Tearoom auch *grins*.
      En liebe Gruess
      Alex

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