Sonntag, 9. Mai 2021

Pflanzenmarkt Gartenatelier Donat/Ems

 


Gestern fand der erste Pflanzenmarkt im wunderbaren Gartenatelier in Donat/Ems statt. Das Wetter war ganz auf der Seite der Gärtner und Gärtnerinnen, die aus verschiedenen Ecken der Schweiz kamen. Anwesend waren unter anderem die Gärtnerei Blattgrün aus dem Säuliamt, die Gärtnerei Bieri aus dem Thurgau, die Gärtnerei Eisenhut aus dem sonnigen Tessin, und H2Obele aus dem Toggenburg.

Aber quatschen wir nicht langer herum, lieber zeige ich euch ein paar Eindrücke:


Ja, ja, ich geb's ja schon zu: Darin wäre ich gerne herumgekurvt, aber ich war unter Aufsicht an dem Pflanzenmarkt und da weiss selbst Frau sich zu benehmen *hüstel*.


Hui, und schon schwebte Frau im Paradies. 



Ist das nicht die perfekte Kulisse für einen Pflanzenmarkt?

Tolle Holzskulptur bei der Ecke von Blattgrün. Ich habe mich aber noch beherrscht beim Einkaufen, weil wie gesagt: ich stand unter Aufsicht :)... psst, ich wusste aber, dass ich bei dieser wunderbaren Gärtnerei bald noch einen Termin für einen Artikel habe (ganz ohne Aufsicht *hüstel*)

Ja, klar, da lachst du dir mal wieder einen Ast ab.

Das erinnerte mich gleich noch daran, dass ich bald Rhabarber Konfitüre kochen möchte. Im Topf wäre er ja schon mal, der Rhabarber.



Geum, ich bin schon ein richtiger Fan, von diesen filigranen Blümchen und...


...  konnte dann bei der dunkelroten Sorte nicht länger widerstehen. Sie eignen sich hervorragend als Lückenfüller.

Jedem Setzling sein eigenes Gewächshäuschen.

Diese Anemonen leuchteten schon von weitem.


Dem leuchtenden Blau der Anemone "Lord Lieutnand" wurde meine Kamera nicht wirklich gerecht (liegt aber eher an mir als Fotografin)

Der Garten liegt wunderbar in einem Tal eingebettet. Einzige die Autobahn, die daran vorbeiführt wirkt störend.


Das Reich von H2Obele AG.

Ui, und hier wurde es dann richtig, richtig gefährlich für mich: Die Ecke von Gartenarium. Heieiei, so manche Pflanzenstütze, Eisenzaun, Rosenbogen, Gartentischchen und Schnickschnack hätte ich am liebsten mitgenommen... aber auch mein Garten kommt diesbezüglich an seine Grenzen (habe ich das jetzt ehrlich zugegeben... oh weja!)

Traumhaft oder?




Ebenso blau wie der Himmel.

Ich vermute mal, dass es sich hier um eine Frauenschuh Orchidee handelt. Ich habe sie aber nicht anprobiert... Schuhe sind nicht mein Tick, da kann mein Mann behaupten was er will. Männer haben es da ja wirklich einfach: ein paar braune und ein paar schwarze Schuhe und gut is. Da haben wir Frauen es deutlich schwerer und müssen uns danach auch noch dumme Sprüche anhören *kopfschüttel*.

Nach dem Pflanzenmarkt braucht es eine kleine Stärkung, die man in dem zauberhaften Gartenatelier bekam. Ja, so lässt es sich leben.

Aber morgen ist wieder Schluss mit lustig, da wird wieder in die Hände gespuckt und zumindest bei den Gärtnereien die Schubkarre wieder zum Einsatz kommen. Bei mir eher das Telefon und die Tastatur *seufz*. 

Habt einen guten Start in die verkürzte Woche.

En liebe Gruess

Alex

Mittwoch, 5. Mai 2021

Das grosse Buch der Gärtnerinnen & Gärtner

 Eigentlich sollte auf der ersten Seite dieses Buches von Anja Birne & Marion Nickig (Erschienen im Callwey Verlag) ein grosses Warnschild angebracht werden: Nicht in der Nähe von Pflanzenjunkies aufzubewahren. Aber nein, stattdessen steht geschrieben: "Gärtner sind glückliche Menschen". Gut, dem kann ich auch zustimmen, allerdings finde ich persönlich, dass Gärtner nicht nur glückliche Menschen sind, sie machen auch andere glücklich . Denn wenn man eine Pflanze kauft (oder auch selbst zieht... noch besser), sie umsorgt und pflegt und sie es einem jedes Jahr mit ihrer Anwesenheit und Blühfreudigkeit dankt, so ist das ein Glück - eines der wenigen - das man festhalten kann, zumindest für einen gewissen Zeitraum.


 Wenn ich eine Gärtnerei betrete, zaubert sich wie von allein ein Lächeln in mein Gesicht und ich bekomme Herzklopfen, welche Schätze für meinen eigenen Garten ich an diesem wunderbaren Ort wieder entdecken könnte. Und genau so ging es mir mit diesem Buch. Kaum hatte ich die ersten Seiten umgeblättert, mochte ich es nicht mehr aus der Hand legen. So Vieles gibt es darin zu entdecken. Zum einen die Menschen, die hinter den Gärtnereien stecken, ihre Geschichten, ihre Leidenschaften, aber dann auch wieder eine wunderbare Pflanzenwelt. Das Buch ist eine einzige Versuchung und ich gestehe es, dass ich mich am liebsten gleich ins Auto gesetzt hätte – in das meines Mannes, denn darin hat es mehr Platz – um diese Orte der Versuchung selbst zu erkunden und Stunden in diese kleinen Oasen der Glückseligkeit zu verbringen. 

Zugegeben, ein paar wenige der vorgestellten Gärtnereien kenne ich bereits selbst. So etwa den wunderbaren Garten vom Landhaus Ettenbühl. Wie viel Spass ich da bereits mit Freundinnen bei der Tea Time hatte und anschliessend beim Besuch der Gärtnerei. Natürlich sind wir nie ohne Rosen nach Hause zurückgekehrt. Die wunderbare Scarman Himalayan Musk blüht nun auch fleissig in meinem Garten und erinnert mich immer wieder an diese schönen Momente. Ich sag's: pures Glück. Und übrigens war es auch der Garten des Landhauses Ettenbühl, der mich zum Gartenjunkie hat werden lassen. Ohne diesen Garten würde vermutlich noch heute nicht eine einzige Rose in meinem Garten blühen.


Für meinen Geschmack gibt es leider noch zu viele Gärtnereien, die kein Wagnis eingehen, die das verkaufen, was sie schon seit Jahren verkauft haben und mit dem sie immer richtig gelegen haben. Alles schön in Reih und Glied, gut gedüngt und Entschuldigung… so laaaaaangweiliiiiiig. Aber dann, ja dann, gibt es diese Juwelen, wie sie genau in diesem Buch vorgestellt werden. Wo man die Neugierde der Gärtnerinnen und Gärtner spürt, das Herzblut und die Liebe zu den Pflanzen. Vielleicht ist es in ihren Gärtnereien manchmal etwas wild, oft sumst und brummst es auch, weil selbst die Insekten sich darin so richtig pudelwohl fühlen. Mal ehrlich, genau so macht es doch noch mehr Spass, wie die Gärtnerversion von Indiana Jones nach dem verlorenen Pflanzenschatz zu suchen, Neues aufzuspüren und einfach ein bisschen in der grünen Welt zu schwelgen. So eine Gärtnerei ist zum Beispiel auch die Gärtnerei Bieri in Münchwilen, die zu meiner Freude ebenfalls einen Platz im Buch gefunden hat:

Anja Birne und Marion Nickig entführen uns in verschiedene Ecken Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Sie enthüllen nicht  nur was für Pflanzenraritäten die einzelnen Betriebe anbieten, wie die Geschichte der jeweiligen Gärtnerei lautet, wer der Inhaber ist und ob es sich vielleicht auch um einen Lehrbetrieb handelt, wie nachhaltig und mit welchen modernen Techniken gearbeitet wird ... nein, gleichzeitig erfahren wir auch noch, was man bei einem Ausflug zur Gärtnerei in der Nähe noch entdecken kann.



Zusammenfassend lässt sich sagen: Ganz egal, ob man ein einzigartiges Leberblümchen sucht, eine besonders bezaubernde Pfingstrose oder gar eine einzigartig duftende Rose, ein Chili, der einem Feuer unter dem Hintern macht, eine Birne namens Dycker Schmalzbirne, Wildkräuter in den Garten einziehen sollen oder man einfach wissen möchte, wo der Pfeffer wächst oder was es mit Molly the Witch auf sich hat... im grossen Buch der Gärtnerinnen und Gärtner wird man fündig. Ich freue mich riesig über dieses Buch und bedanke mich ganz herzlich beim Callwey Verlag für das Rezensionsexemplar.


Pssst... und wenn morgen mein Mann sich wundert wo denn seine Frau und sein Auto abgeblieben sind, ihr wisst es...

Habt einen gemütlichen Abend.
Eure Alex



Sonntag, 25. April 2021

Ups, ich habe es schon wieder getan

Hüstel, ja ich war allein und unbeaufsichtigt im Gartencenter. Wie mein Mann das überhaupt noch zulassen kann, ist mir ein Rätsel *schmunzel*. Auf der Rückfahrt beschlichen mich leise Zweifel, wo ich denn die Pflanzen überall noch unterbringen soll in meinem Garten...

 

Denn es ist schon ziemlich voll geworden im Gwundergarten. Im Moment sind die Lenzrosen die Platzhirsche. Ich bin jetzt auch schon wieder fleissig dabei, die Blütenstände abzuschneiden, damit sie sich nicht noch mehr vermehren. Wenn es nämlich so weitergeht, werden sie irgendwann das Haus einnehmen und mich und meinen Mann hinauskatapultieren. Ja, es kann einem ein bisschen Angst machen...

... so schön sie auch sind. Gerade die gefüllten Sorten. 


Aber zurück zum Thema. Wohin mit den neuen "Schätzen". Dieses hübsche Geranium landete schon mal in einem Topf vor dem Sommerhäuschen. Unter dem Topf haben sich übrigens Ameisen eingenistet, weil sie wohl auch ein hübsch begrüntes Dach mögen. 


Die Wiesenmargeriten landeten unter dem kugeligen Ahornbaum. Das Schild lasse ich sicherheitshalber noch dran (jetzt nicht, weil die schuseligen Margeriten ihren Namen vergessen könnten, nein... wirklich nicht), damit mein Mann sie beim Rasenmähen nicht übersieht. Er wird es lieben, auch um diese Pflänzchen einen Bogen schneiden zu müssen *tschuldigung, mein Lieber*.

Das Mutterkraut landete im weissen Beet, denn...


da schleichen sich immer mehr Pflanzen ein, die da nicht hingehören. Eigentlich sollte sie ja Weiss blühen, aber sie fand Rot wohl kreativer. Wie auch immer, ich hatte es in den letzten Jahren nicht übers Herz gebracht, sie von ihrem ausgewählten Standort umzuplatzieren und was passiert? Sie holt sich gleich noch einen Kumpel dazu. Ich sag's ja immer: Gibst du den Pflanzen den kleinen Finger, nehmen sie gleich das ganze Beet ein *grummel*.

 

 Den Mohn "Patty's Plum" habe ich schon zwei Mal um die Ecke gebracht. Jetzt versuche ich mein Glück mit ihm im Topf. Irgendwann muss es doch einfach klappen. Die Rose im Hintergrund steht schon länger da, auch wenn ich ehrlicherweise eingestehen muss, dass trotzdem noch eine in meinen Einkaufswagen gehüpft ist. Ich ging mit dem festen Vorsatz ins Gartencenter OHNE Rose wieder herauszugehen. Aber ich sage es euch, die haben beim Eingang einen Scanner platziert, der einem die Vorsätze aus dem Hirn löscht. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie die kleine herzige Rose es doch noch in meinen Einkaufswagen geschafft hat. Psst... ich habe es vermieden hier ein Beweisfoto zu platzieren.

 

Auch der chinesische Gewürzstrauch landete im Topf. Ihn habe ich nur gekauft, damit die Bienen was zu Futtern haben (gibt ja sonst nichts in meinem Garten *lach*).

Und wie hätte ich als gwundriger Mensch an dieser kleinwüchsigen Clematis, die gelbe Blüten produzieren und nicht höher als 50 cm werden soll, vorbeigehen können? Richtig, gar nicht.

Weil ich die fliegenden Elefanten der Lüfte (auch genannt Taubenschwänzchen) so mag, musste ich natürlich auch für sie noch eine Futterquelle mitnehmen. Mein Mann findet ja, jetzt stünden zu viele Töpfe auf der Terrasse, aber das kann nicht sein, denn in allen stecken Pflanzen. Wären es zu viele, würden sie doch leer rumstehen. Logisch, oder?


  Was blüht sonst noch im Gwundergarten? Die Schachbrettblumen. Sind ihre Elfenhütchen nicht einfach bezaubernd?

Und ja, die Mahagonikirsche hat ihre Blüten auch geöffnet: Klein und unscheinbar. Aber es sind ja auch nicht die Blüten, die ihren Reiz ausmachen, sondern die herrliche rotbraune Rinde. 

Hingegen bei der Felsenbirne sind es schon die Blütenbüschel die bezaubern.

Und alles andere als dezent kommt auch die Zierquitte daher. Sie ist schon uralt und wurde bereits von der Vorgärtnerin gepflanzt.

Ansonsten herrscht wieder Wildnis pur im Gwundergarten. Who cares, die Igel lieben es und ich ehrlich gesagt auch.


Das weisse Beet im grünen Chaos und wenn man genau hinschaut erkennt man sogar den roten Rebell.

Übrigens, wenn ihr die wunderschönen Fotos, die Annette Lepple im letzten Jahr in unserem Garten gemacht hat, geniessen wollt, dann geht an den Kiosk und besorgt euch die aktuelle Ausgabe der Schweizer LandLiebe. Vielen Dank, liebe Annette für diesen wundervollen Bericht über unseren Garten. Es war einfach ein unvergessener Morgen mit dir, Monsieur und deiner bezaubernden Chefgärtnerin. So schön, euch mal Live und in Farbe kennengelernt zu haben. Da machen doch zukünftige gemeinsame Projekte gleich noch mehr Spass.

So ihr Lieben, das war's für heute aus dem Gwundergarten. Habt einen wunderbaren Start in die neue Woche.

En liebe Gruess
Alex