Samstag, 10. April 2021

Acht Fakten über mich


Auf Facebook hat mich meine Autorenkollegin Melanie Horngacher - deren Bücher ich übrigens euch nur wärmstens empfehlen kann - gebeten an dem Spiel acht Frauen/acht Fakten mitzumachen. Ich finde das eine schöne Gelegenheit, sich etwas kennenzulernen, und hoffe, dass die am Ende erwähnten Bloggerinnen ebenfalls mitmachen und uns etwas von sich verraten.

Los geht's:

Fakte 1



Ich bin eine chaotische Schreiberin, die einfach den Bildern in ihrem Kopf folgt. Jedes Mal nehme ich mir bei neuen Buchprojekten vor, etwas organisierter vorzugehen. Mir im Voraus klar zu werden, worüber ich genau schreiben möchte, was in welchen Kapiteln passieren soll und dann… ja dann mache ich es halt doch wieder so, wie immer. Ich schreibe einfach drauflos und lasse meinen Charakteren freien Lauf. Das führt aber dazu, dass ich danach die Geschichte zig Mal überarbeiten muss, weil ich wieder Namen vergessen habe, einen Charakter verschwinden liess, Zusammenhänge durcheinanderbringe oder feststellen muss, dass der Leser keine Kristallkugel hat, um gewissen Gedankengängen folgen zu können. Was soll’s, ich bin nun mal so, wie ich bin.


Fakt 2



Ich liebe Süsses zum Frühstück… gerne auch Scones. Vermutlich kam mir deshalb der Arbeitstitel meiner neuen Geschichte (an der ich gerade arbeite) in den Sinn: Scones zum Frühstück. Jedem Engländer stellen sich da wohl gerade die Nackenhaare auf. Sorry, Darling, ich weiss, dass man die eigentlich nur zur Tea Time essen würde. Aber warum warten, wenn man sie auch zum Frühstück verspachteln kann? So lange ich keinen Gin Tonic zum Frühstück runterkippe, ist die Welt doch in Ordnung.


Fakt 3



Ich bin ein bekennender Pflanzenjunkie. Mich ohne Aufsicht in ein Gartencenter gehen zu lassen, ist absolut unvernünftig. Mein Mann weiss das inzwischen, hegt aber die leise Hoffnung, dass unser Garten irgendwann voll ist. Ich lasse ihm seinen Irrglauben, sonst besteht die Gefahr, dass er mitkommen will und das würde weniger Platz im Pflanzentransportmittel bedeuten. Frau muss Prioritäten setzen.

Fakt 4



Ein Haus ohne Katze ist nur ein Haus aber kein Zuhause. So ist das nun mal. Ohne Katze geht bei mir nix. Und ja, es ist ein Fakt, dass ich meinen Kater zu sehr verwöhne. So what?
Es geht Noah übrigens besser. Er frisst noch nicht ganz so wie ich es mir vorstellen würde, aber mein Mann meint, das tue er sowieso nie. Den Augenroller erspar ich euch jetzt *lach*.

Fakt 5


Ich wurde bei meiner Geburt definitiv auf der falschen Seite des Ärmelkanals abgeliefert. I drink tea, my dear, habe nichts gegen Regenwetter, kriege schnell Sonnenbrand, mag Gurkensandwiches und Gin Tonic und noch vieles mehr. Nun ja, ich versuche den göttlichen Irrtum auszugleichen, in dem ich zumindest meine Ferien in dem Land meines Herzens verbringe. Wohin ich diesen blöden C-Virus wünschen könnte, der mich zurzeit daran hindert, könnt ihr bestimmt erahnen. Ach, und dieser Fakt hat nichts damit zu tun, dass ich in einer wunderbaren Familie aufgewachsen bin, die ich selbstverständlich nicht eintauschen wollte (nur damit das auch klar ist, ne).

Fakt 6

Ungerechtigkeiten kann ich nicht stehen lassen, was mich immer mal wieder in Schwierigkeiten bringt. Mir geht es aber so was von auf den Senkel, wenn sich manche Menschen rücksichtlos benehmen gegenüber anderen Lebewesen (ob Zwei- oder Vierbeiner) und sich immer an erste Stelle setzen. Die sogenannte Krönung der Schöpfung würde ich zwischendurch gerne mal kräftig in den Hintern treten, damit das Krönchen runterfällt.
Die Geschichte von dem Fuchswelpen kennt ihr ja bereits. Sie beschäftigt mich noch immer, da ich zwar jetzt vom Statthalteramt "frei" gesprochen wurde, aber nun niemand für die entstandenen Kosten aufkommen will, die eigentlich ein Beamter ausgelöst hat, weil er dem Statthalteramt nicht die vollständigen Akten geliefert hat. Im Moment vertröstet man mich noch mit den Worten "unglücklich" gelaufen, die Rechtsschutzversicherung wiederum beruft sich auf ihre allgemeinen Bedingungen, in denen steht das eine Notwehr- oder Notstandsituation hätte vorliegen müssen (was für ein Hohn! Für was hat man denn eine Rechtsschutzversicherung???)... wäre es nicht so ärgerlich, wäre dieses ganze Theater echt zum Lachen. Aber Fakt 6 sorgt dafür, dass diese Geschichte ihre Ende noch nicht gefunden hat und ich weiterhin für mein Recht einstehen werde.

Fakt 7

Ein glückliches Schweinchen

Ich bin der festen Überzeugung, dass Tiere fühlen, denken und kommunizieren. Sie sind Lebewesen wie wir und daher habe ich mich vor zirka zwei Jahren dazu entschlossen, kein Tier mehr zu essen, zumal ich es auch selbst nicht töten könnte. Ich schaffe es allerdings nicht, vegan zu leben, achte aber beim Kauf von Produkten, dass sie möglichst fair und biologisch produziert worden sind. Ich will kein Gut-Mensch sein, das bin ich nicht - dazu ist meine Klappe oft zu weit und zu laut offen. Nein, ich will einfach, dass die Tiere würdevoll behandelt werden und ein artgerechtes Leben führen können. Was wir Menschen ihnen antun, ist einfach grauenhaft. Den Tieren ist ihr Leben genauso wichtig, wie uns das unsere. Sie sind nicht unsere Sklaven, wir haben kein Recht sie zu quälen oder sie zu misshandeln. 


Fakt 8



Ich bin ein Mensch der Farben, Düfte und Materialien. Daher liebe ich es wohl meinen Garten zu gestalten, mit Stoffen zu werkeln, zu Stricken, Seifen zu sieden, zu kochen und und und… wer hat eigentlich dem Tag nur 24 Stunden verliehen? Irgendwann sollte Frau ja auch noch schlafen *seufz*. Ich merke aber, dass ich älter werde und nicht mehr ganz die Energie von früher habe… und auch das ist leider ein Fakt.


Soderle, und nun bin ich tierisch gespannt auf Fakten von Frau Hummel resp. Mses Bumblebee, Urte von Elfenrosengarten, Rosie von Rumpelkammer, Sephanie von Louise und Silke von Heinwerken (natürlich nur, wenn ihr mögt). Wen sonst noch jemand mitmachen möchte: nur zu.

Habt alle ein genussvolles Wochenende.

Alles Liebe 

Alex

Mittwoch, 24. März 2021

Hellebormania


Ich gebe es zu, ich weiss nicht einer der Namen der Lenzrosen, die bei mir im Garten wachsen. Aber es sind auch arg viele und die meisten, wurden von Mutter Natur gespendet. Diese gefüllte Sorte ist allerdings gekauft und wäre ursprünglich mal fast schwarz gewesen.


Unglaublich aber wahr, das ist dieselbe Pflanze.


Der lehmige Boden in unserem Garten scheint den Helleboren zu gefallen, sie vermehren sich wie Unkraut. Entlang dieses Zauns habe ich nicht eine gepflanzt. Einige waren schon da und andere haben sich über Samen dazugesellt.

Auch im Waldgarten: Freudiger Wildwuchs unter den Helleboren. Mir soll's recht sein. Es summst und brummt übrigens wie verrückt, denn die Blüten sind bei den Bienen und Hummeln beliebt.


Hier wieder eine etwas edlere Sorte.


 Auch diese hier wurde gepflanzt und ist in echt viel dunkler als auf dem Foto.

Das ist nicht etwa eine spezielle Sorte, sondern die hat einfach der Frost kalt erwischt. Schade.

Ihnen hat der Frost nicht zugesetzt. Gepflanzt wurde hier wieder nur jene ganz oben am Rosenbogen. Die anderen beiden sind freiwillig in den Gwundergarten gelatscht.

Etwas weniger elegant sieht es aus der Ferne aus. Es darf im Garten noch etwas Grüner werden, aber ich bin sicher in wenigen Wochen wächst mir wieder alles um die Ohren.

Vor lauter Helleboren gehn die anderen Frühlingsblüher fast unter im Gwundergarten.

Letzte Krokusse sonnen sich im späten Nachmittagslicht.

Und Katerchen gönnt sich mal wieder einen Schluck... mit Gemüse... iiiek. Ich sollte mal wieder Algen fischen gehen. Es gäbe übrigens auch einen ganz bequemen Strand, aber Katerchen mag's lieber so.

Dieses Foto freut sicher meinen Götti, ist er doch mit Leib und Seele Imker. Ja, die Bienen sind fleissig und haben wieder schöne Schwingerhöschen an.


 Auch im weissen Beet sind die Krokusse langsam am Verblühen. 

Dafür öffnen immer Nachbarbeet die Narzissen ihre Blüten.

 

Sind Farne nicht einfach ein Wunder der Natur? Ich freue mich schon, wenn sie wieder ihre Wedel ausrollen... lange kann es nicht mehr dauern.

Unser Sorgenkind. Noch immer ist Noah nicht ganz fit, aber es ist zumindest besser. Er mag spielen, mich nachts wachhalten, gerne gekrault werden... nur Fressen, das findet er oft doof. Ich renne ihm schon wie die Frau aus der Werbung mit Futter hinterher und bin einfach froh, wenn er denn schon mal ein paar Happen frisst. Und ich muss es wohl nicht verstehen, wenn der Herr das Futter auf der Terrasse stehen lässt, stelle ich es aber hinten vor die Tür, beginnt er zu fressen. Da muss es irgendwie anders schmecken, keine Ahnung. Auch schmeckt es ausserhalb des Tellerchens noch mal anders. Puh, verstehe einer die Katzen. Neulich habe ich ein Futter besorgt, das gut für sein Bauchspeicheldrüsenproblem sein sollte. Zu meiner Freude frass er fast das ganze Schälchen auf. Ich dachte, yeaaah, endlich etwas gefunden, das ihm schmeckt. Falsch gedacht, am nächsten Tag liess er es den ganzen Tag über stehen, bis ich es abends entsorgte. Ihr Lieben, versteht mich nicht falsch, ich liebe Noah über alles, aber irgendwann möchte ich mal eine Katze haben, die mir die Haar vom Kopf frisst. Denn schon Noahs Vorgängerin Jazz war ein Mimöschen, was das Futter anbelangte. Nun ja, wir werden weiter experimentieren, damit uns der Kater nicht vom Fleisch fällt.

Soderle, ihr Lieben, nun wünsche ich euch noch eine gute restliche Woche. Geht es gemütlich an und bleibt den Viren fern. 

En liebe Gruess

Alex & Noah

Samstag, 6. März 2021

Vom Leben, Sterben und anderen Turbulenzen

Die Sommerhäuschen Saison ist wieder eröffnet und ja, es ist schon ein bisschen heile Welt in meiner kleinen Stube. Aber ganz ehrlich, das tut gut. Hier finde ich die Zeit, darüber nachzudenken, was eigentlich alles um mich herum passiert ist und über das Leben und Sterben nachzudenken. Denn das eine geht ohne das andere nicht und trotzdem haben wir alle oftmals Mühe loszulassen. 

 
 
Vor bald einer Woche hat mein Schwiegervater seine letzte Reise angetreten. Ich gebe es zu, er war kein einfacher Charakter, hat viel von seinen Kindern abverlangt und sein Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung konnte einem manchmal in den Wahnsinn treiben. Allein die Erinnerung, wie wir darum gerungen haben, dass er endlich zum Gehen einen Stock benutzte, bevor er doch noch stürzte, bringt mich schon wieder zum Lächeln. Erst als wir mit diesem edlen Teil ankamen, befand er den Stock für würdig genug, um ihn nicht als Invaliden dastehen zu lassen, sondern als Herrn von Welt, der er ja auch war. Manchmal war ich mir nicht so sicher, ob es eine gute Idee gewesen war, ihm diesen Stock zu beschaffen, denn ich glaube, die Pflegenden in der Alterssiedlung mussten ihn wohl auch hin und wieder fürchten, wenn er damit drohte. Und nun steht er da, der Stock, ohne die Hand, die ihn brauchte. Er lässt uns schmunzeln, aber auch Wehmut aufkommen. Aber ganz ehrlich gesagt, bin ich dankbar, durfte mein Schwiegervater nach einem so langen und erfüllten Leben (er war doch fast 97ig geworden), ohne lange Leidenszeit, gehen. Es war gut, denn hätte er - wie zuletzt - nur noch im Rollstuhl sitzen können, oder gar nur noch im Bett liegen, wäre es für ihn unerträglich gewesen. Er war ein stolzer Mann und ging als solcher. 



Büne Hueber hat in dem Patent Ochsner Song "Vater" einen so passenden Text geschrieben, der mir in diesen Tagen immer wieder in den Sinn kommt: 

hei vater
I hätt dir no so mängs z säge gha
Wo mi hüt nach all dene jahr
Immer wieder brönnt
So mängs vo verpasste züg
So mängs vo karussell
Vo bodelose fässer sowieso
Aber du rollsch dervo
Du rollsch mir drvo
Jitz bisch liechtjahr wyt äwäg
Jedes wort gheit ungere tisch
Verlürt dr sinn & dr zwäck & no viu meh
E grissne film wo nüt als e lääri hingerlat


Ja, es hätte noch viel zu sagen gegeben, aber manche Gespräche sind wohl nicht dazu gedacht, zu Lebzeiten geführt zu werden. Ich denke, manchmal ist es bestimmt auch gut so. Loslassen, im Frieden und im Wissen, dass der Vater manchmal einfach nicht aus seiner Haut herauskonnte.
 

Und als wäre das nicht genug gewesen, hat uns auch der Noah grosse Sorgen bereitet. Von einem Tag auf den anderen war er schlapp, verweigerte das Futter und wollte von der Welt nichts mehr wissen. Nur als ich ihn zum Tierarzt schleppte, entwickelte der kleine Teufel Kräfte, die ihm mindestens sechzehn Pfoten verschafften. Beim Tierarzt frass er natürlich auch das Futter, das man ihm vor sein Näschen hielt. Zumindest hatte er noch Fieber, das konnte er nicht wegzaubern. Die Tierärztin meinte er hätte wieder einen Infekt und Halsschmerzen. Aber da ich den Eindruck hatte, irgendwas wäre anders als sonst, fragte ich, ob man nicht mal wieder Blut nehmen und einen Alters-Check machen könnte, denn der Noah muss jetzt auch so um die vierzehn Jährchen jung sein. Gesagt getan, obwohl die Tierärztin meinte, am nächsten Tag würde es ihm bestimmt schon besser gehen. Tja, dem war nicht so... im Gegenteil. Er frass bei mir zuhause natürlich das angefangene Futter, das mir die Tierärztin mitgegeben hatte, natürlich nicht. Auch alles andere wurde verschmäht. Schmerztabletten könne ich selber schlucken, sprich er liess mich nicht in die Nähe seiner Schnute und zeigte mir, dass zumindest seine Krallen noch Funktionstüchtig waren. So durfte der Herr Kater mal wieder einen Tag bei den Tierärzten verbringen und ich...

... durfte mit dem Türsteher kuscheln. Psst... ganz ehrlich, mit diesem hat man deutlich weniger Sorgen. Gut, am Freitag vor einer Woche kamen dann die Blutwerte und zeigten nicht nur einen Infekt, sondern auch einen Bauchspeicheldrüsen Infekt auf. Er bekam Antibiotika und ein Cortison gespritzt und ich durfte dem Herrn Tröpfchen 3x täglich verabreichen. Was soll ich sagen, er mochte die Tröpfchen nicht und ich somit auch nicht. Grummel, aber meistens habe ich es dann doch hinbekommen, dass die Dinger nicht in mir, sondern in ihm landeten. Doch am Samstag beim Knuddeln entdeckte ich plötzlich etwas ganz anderes:

Solche Wunden hatte er überall am Hinterteil und auch am Bäuchlein. Unter dem Fell sieht man das natürlich schlecht und spürt es erst beim Streicheln, wenn es schon Krusten gebildet hat. Ich vermute jetzt, dass Noah sich aufgrund einer Prügelei so mies gefühlt hat und die Infektion der Bauchspeicheldrüse eine Nebendiagnose ist, die es jetzt natürlich trotzdem im Auge zu behalten gilt. Wie auch immer, Noah hat mir zu gemaunzt, der andere sähe noch viel übler aus. Tse, wenn ich könnte, würde ich ihm einen unbefristeten Lockdown verordnen, aber ich vermute mal, danach müsste ich die Wohnung renovieren... also lassen wir auch ihm seine Freiheit...

... und seine Frühlingsgefühle. Betreffend der Bauchspeicheldrüse versuche ich mein Glück nun mit Schüssler Salzen. Die kann ich ihm ohne Probleme unter das Futter mischen.

Erfreuliches gibt es im Garten zu sehen. Die Schneeglöckchen zeigen sich überall. Ob gefüllte...


... oder die einfachen... ich mag sie alle.


Ja, dich mag ich auch... wenn du dich nicht wieder prügelst, zum Donnerwetter. Aber wie ihr seht, geht es ihm schon besser und er begleitet mich wieder durch den Garten.

Nebst den Schneeglöckchen zeigen sich auch die Märzenbecher in grosser Zahl.

Die Lenzrosen bringen Farbe in den Garten.

Es scheint ihnen im Gwundergarten zu gefallen, denn sie vermehren sich fast wie Unkraut.

Auch das schaut doch schon mal vielversprechend aus.


Den Waldgarten haben ebenfalls die Lenzrosen fest im Griff, bevor jetzt dann die Schachbrettblumen, der Bärlauch, das Buschwindröschen und das Fingerkraut die Macht an sich reissen.

Eine einzelne Iris erfreut das Auge.
Zu meinem Geburtstag im letzten Jahr habe ich von meinem Liebsten diesen tollen Rosenbogen erhalten, weil der bisherig das Rosenmonster nicht mehr allein tragen kann... ich freue mich schon jetzt auf den Rosentunnel der im Sommer dadurch entstehen wird.

Das bisschen Sonne scheint den weissen Krokuss noch nicht auszureichen. Beleidigt behalten sie ihre Pracht für sich. Jäh nu.

Die Igelchen sind übrigens auch bereits aufgewacht. Es gilt wieder aufzupassen auf den Strassen.

Das war's mal wieder aus dem Gwundergarten. Ich wünsche euch allen ein wunderschönes, gemütliches Wochenende. Umarmt das Leben, tragt euch und euren Liebsten Sorge. 

Alex und der Kamikaze-Kater

 

Mittwoch, 17. Februar 2021

Winter - Ein unartiges Kind

 

Ja, ja, von wegen Zuckerlandschaft, Winterwonderland und wie wir die winterlichen Bilder alle liebevoll genannt haben. Kaum macht sich der Winter auf und davon, zeigt sich sein wahres Gesicht. Zermantschte Rosen, ...

zerrissene Lavendelbäumchen, ...

umgekippte Stützen, ...

niedergedrückte Annabellen, ...

und überhaupt ein einziges Wirrwar in den Beeten. Man möchte dem Winter am liebsten wie einem unartigen Kind zurufen: "Jetzt räum endlich dein Zimmer auf!" oder "Du kommst mir so lange nicht mehr raus, bis du aufgeräumt hast!" Tja, aber hört er etwa auf mich?! Natürlich nicht, denn im nächsten Jahr schneit er einfach wieder herein ohne anzuklopfen und er wird mit Garantie wieder das gleiche Chaos hinterlassen, wenn er geht. Was für ein verzogenes Kind!

Unser kleiner Teich schaut noch immer wie eine Milchbar aus. Ich fürchte um das Hechtkraut, das ich erst im letzten Herbst "versenkt" habe.

Nicht nur die Vögel pfeifen es vom Baum...


... die ersten Anzeichen von Frühling sind mittlerweile auch im Gwundergarten sichtbar. 

Die letzten Fleckchen Schnee werden garantiert in den nächsten Tagen weggeschmolzen. 



Und schon bald weht wieder der Duft des Wintergeissblattes durch den Garten. 


Der Rote testet schon mal das Gras, es ist aber noch nicht ganz nach seinem Geschmack.


Immer wieder erstaunlich, was Helleboren alles wegstecken.


Sie sind der Grund, warum ich den Winter doch ein klitzekleines bisschen mag. Denn ohne Winter, keine Schneeglöckchen.

 

Schon bald werden sie wieder überall aus dem Rasen hervorblinzeln... auch wenn ich gerne noch viel mehr davon in meinem Garten hätte. Wenn ich nicht so faul wäre, würde ich nach dem Verblühen die Pflänzchen teilen und neu verbuddeln, so würde es mit dem Verwildern ein bisschen schneller gehen. Na ja auch hier: Ohne Fleiss, kein Preis.

Ein bisschen fleissig war ich dann doch, denn das ist das Schöne am Winter, man hat wieder mehr Zeit etwas drinnen zu werkeln. Und so entstand unter anderem dieser Libellen Shopper.


Heute frisch eingetroffen: Wolle vom Strickcafé. Mich hat nämlich das Strickfieber gepackt. Aber auch beim Kauf von Wolle muss man heutzutage aufpassen, dass kein Tierleid dahinter steckt. Es ist unglaublich, was dem Menschen alles in den Sinn kommt, um noch mehr Profit zu machen. Darum, wenn ihr Wolle kauft, achtet bitte darauf, dass es Mulesing freie Wolle ist. Mulesing ist ein Verfahren, dass den Lämmern ohne Betäubung Haut rund um das Schwänzchen entfernt. Eine - entschuldigt den Ausdruck - verdammte Menscherei ... ich wollte eigentlich Sauerei schreiben, aber einem Schwein käme so was Idiotisches echt nicht in den Sinn.



 Ebenfalls bei Woolpack gibt es tolle Farben. Wenn ihr noch Woll-Shops kennt, bei denen man englische handgefärbte Strickwolle kaufen kann, freue ich mich über eure heissen Tipps. Dauert ja noch ein Weilchen, bis man wieder reisen und diese selbst mitbringen kann.

Bleibt gesund, ihr Lieben, und freut euch über die ersten wärmeren Tage.

En liebe Gruess

Alex