Mittwoch, 15. Mai 2024

Eine Pfote nach der anderen

Yep, Jasper entdeckt nun die Welt. Ganz vorsichtig ... 


... ein Pfötchen ...


... nach dem anderen.

Wir dürfen ihn nach wie vor nicht berühren, aber nachdem er ...

ziemlich deutlich gemacht hat, was er will, haben wir nachgegeben. 

Zuerst wurde ganz vorsichtig die Terrasse erkundet.


Alles riecht so spannend und fremd zugleich ...


Töpfe liebt er besonders und setzt sich mittlerweile gar rein, denn von da oben hat man eine bessere Aussicht.


"Auch kann man sich hinter ihnen gut verstecken, wenn der dunkelgraue Riese (norwegische Waldkatze, die ihm mächtig Angst einjagt) auftaucht. Aber Frau Gwundergarten hat den schon gehörig angefaucht. Das hat sie mit mir noch nie gemacht ... uff. Ich glaube, sie passt auf mich auf."


"Aber auf meinen Namen höre ich trotzdem noch nicht. Denn da draussen hat es so viele andere Geräusche und alles bewegt sich. Ich weiss gar nicht, wo überall gucken." 

"Manchmal wollen die Zweibeiner auch mit mir spielen, aber hey, ich bin echt beschäftigt. Was war das noch gleich?"


Ähm ja, die hat er gottlob nicht erwischt. Im Moment ist es eher noch so, dass die Vögel Jasper ärgern. Sie sehen ihn dank seines hellen Felles schon früh und schlagen entsprechend Alarm. Wenn ich ihn suche, muss ich nur dem Gezettere der Vögel folgen. 


Ansonsten ist dies der Anblick, der Jasper uns im Moment gewährt: Herr von Hinten. Seit einer Woche hat er nun Freigang und ich habe den Eindruck, dass er dadurch eine Spur erwachsener geworden ist. Er ist definitiv bei uns angekommen, aber an dem Vertrauen arbeiten wir noch. Himmel Herrgott nochmal, ich muss doch diese Knutschkugel irgendwann Herzen können ... vermutlich ahnt und fürchtet er das 😃

Ihr Lieben, Pfingsten steht vor der Tür, geniesst den zusätzlichen freien Tag und lasst es euch gutgehen.

En liebe Gruess

Alex


 


Samstag, 4. Mai 2024

Es geht loooooos ....

... na ja, zumindest im Garten. 

Denn der junge Herr in Ausbildung stellt sich noch immer etwas ungeschickt an, so dass wir ihn noch nicht auf die Welt loslassen können. Hände sind ihm ein Graus. Nur beim Spielen vergisst er sich oft so sehr, dass man ihm kurz über sein seidenfeines Fell fahren darf ohne gleich in Lebensgefahr zu geraten. Wir bleiben aber unermüdlich dran mit Leckerlis, die er uns selbstredend aus der Hand patscht ... manchmal auch mit Kralle, damit wir auch was davon haben. Und dennoch: Wir machen Fortschritte ... kleine, aber immerhin. So war er neulich schon mal eine halbe Stunde lang auf dem Bett, während ich darin lag. Okay, wir erwähnen jetzt nur so nebenbei, dass er dabei meine Füsse traktiert hat. Aber für Akupunktur bezahle ich schliesslich ein heiden Geld und Zuhause bekomme ich sie von Jasper umsonst. 

Ja, er ist bereits der Star bei uns. 

Huch, ertappt, wie er sich gerade eine Pizza bestellt hat. 

Yep, er schaut ganz unschuldig aus. Aber ich sag's euch, der hat es faustdick hinter den Ohren. Irgendwie scheint er eine Mischung aus Wüstenfuchs, Erdmännchen und Steppenpferd zu sein. Er galoppiert wie "en Gstörte" durch die ganze Wohnung, springt auf die Decke, um die vermeintliche Maus darunter zu erwischen und guckt über den Badewannenrand, wenn man sich gerade mal ein Päuschen gönnt, um zu sehen, ob eine Reanimation nötig ist. Nein, Jasper, mir geht es gut und jetzt raus hier!

Ruhe und Frieden findet man derzeit lediglich im Garten. Aber ehrlich? Ohne Noah kommt dieser mir immer noch leer vor. Er fehlt ganz schrecklich und zwischendurch sitze ich schon mal heulend im Gras. Aber keine Sorge, kaum gehe ich zurück ins Haus, bringt mich der kleine Wirbelwind wieder zum Lachen.

Die Baumpfingstrose beim Eingang war in diesem Jahr eine Wucht. Leider dauert die Blüte nur knapp eine Woche, dann ist die Pracht wieder vorbei.

Diese hier erinnert mich irgendwie immer an Taschentücher. Ihre Blüten sind unglaublich gross.


Die Helleborenblüte ist vorbei und ich habe zwei 140 Liter Grüncontainer mit ihren Blüten gefüllt. Ja, ich schneide diese ab, weil ich nicht noch mehr Helleboren im Garten gebrauchen kann. Sie gedeihen in meinem Garten fast ein bisschen zu gut.

Diese hellgelbe Staudenpfingstrose hat beim Kälteeinbruch etwas gelitten. Ihre Blüten sind kleiner als sonst ausgefallen. Aber hübsch ist sie trotzdem.


Prärielilien mit Hostas.

Ich freue mich jedes Jahr auf ihre Blüten.

Eine Bartiris, die mal nicht von den Schnecken gefressen wurde. Uff, eine Seltenheit im Gwundergarten.

Und was macht der Wirbelwind, während ich mich im Garten abrackere? Ich linse mal kurz durch das Terrassenfenster:





 Tja, er hat eben Personal. Ich mache echt was falsch in meinem Leben ... seufz.

Habt ein genussvolles Wochenende.

Alex

Montag, 15. April 2024

Die Launen von Herrn April

Ja, wir wissen alle, dass der April launisch sein kann. Manchmal hat man Sonne, Regen und Schnee alles am gleichen Tag. Aber mal ehrlich, jetzt spinnt der doch komplett, oder? Ich meine Rosen im April???? Ihr glaubt mir nicht? Na dann guckt selbst: 

Gut, die Wand ist etwas geschützt, aber trotzdem. Das geht doch gar nicht. Wie soll das dann erst im Sommer werden? Hmm, vielleicht sollte ich schon mal im Keller eine kühle Ecke für mich einrichten, in der ich übersommern kann.

Die meisten Tulpen, die ich im Herbst 2022 in Töpfen gepflanzt hatte, haben überlebt und blühen wunderprächtig. Die in den Beeten glänzen jedoch mehrheitlich mit Abwesenheit. Kein Wunder, denn die Mäuse haben in diesem Winter (sofern man ihn überhaupt so schimpfen darf) unseren Garten als ihre persönliche Vorratskammer betrachtet. Aber damit ist bald Schluss. Jasper trainiert schon fleissig.


Das ist übrigens Hundszahn. ich kannte diesen Frühlingsblüher auch noch nicht, glaubte ich zumindest. Nachdem ich neulich im Gartencenter zwei Töpfchen davon erstanden habe und voller Vorfreude damit in den Garten gewatschelt bin, um ein passendes Plätzchen für ihn zu finden, linsen mich doch schon mehrere davon frech an. Ich hatte ganz vergessen, dass ich im letzten Herbst bereits ein paar Zwieblen davon vergraben hatte. Mann, Mann, das wird auch immer schlimmer mit meinem Emmentaler Käse im Hirn. Vielleicht sollte ich da mal die Mäuse ranlassen. 

Zierapfelblüten Anfang April. 


Okay, es ist auch schön, wenn man morgens den Kaffee wieder im Garten trinken kann. 


Und einem dabei auch noch das Tränende Herz Gesellschaft leistet. Der Farn sich ausrollt und die Hostas aus der Erde gucken. Ja, es gibt Schlimmeres ... Sommer, zum Beispiel. Aber denken wir noch nicht daran. 


Die Tränen kommen noch früh genug, wenn wir bei 38 Grad im Schatten schmoren.




Unser Jasper taut langsam auf. Spielen dürfen wir mit ihm ohne Ende. Wer mehr davon sehen möchte, wechsle auf Instagram

Ja, gestern habe ich ihn fast kaputt gespielt 😇. Der kleine Mann war danach ziemlich erledigt. 

Nur anfassen dürfen wir ihn noch nicht, da ist der Herr ziemlich eitel. Er ist ja aber auch erst seit zwei Wochen bei uns und kannte Hände bisher nur in unangenehmer Form, sprich wenn sie ihn festhielten. Aber das wird schon noch und dann darf er auch die Umgebung unsicher machen. 

Habt eine gute Woche.

Alex und der Gartenazubi😸

Mittwoch, 3. April 2024

Ähm ... entschuldigung


Ich habe gehört, hier wird ein neuer Chefgärtner gesucht? Mein Name ist Jasper, ich bin neun Monate alt, habe mein Zuhause und meine Männlichkeit verloren, aaaaaber ich bin absolut toll im Wollmäuse fangen.

Als Bezahlung stelle ich mir Kost und Logis vor. Okay, ein bisschen mehr als dieses eine Brekkies dürfte es dann schon sein.

Lieber Jasper, deine Bewerbung wurde akzeptiert. Allerdings wird wohl noch ein intensives Training notwendig sein. Am besten starten wir gleich damit.

Denn als Chefgärtner müsste man nämlich erst mal unterm Bett hervorkommen und das nicht nur wenn alle schlafen.

Den schnuckligen Jasper haben wir am vergangenen Freitag bei einer Pflegestelle der Katzenhilfe abgeholt. Anfassen ist noch nicht, da wird mächtig gefaucht, aber spielen dürfen wir schon mal mit ihm. Als wir in seiner Beschreibung gelesen haben, dass er sehr scheu und ängstlich sei, war uns klar, das ist unser Kater. Denn Angst und Schüchtern, das können wir. 

Denn das war Noahs Start im Gwundergarten. Und es hat einige Zeit gebraucht, bis er ...

... zum fröhlichen Tanzbären mutierte. Ach, Noah, wir vermissen dich unendlich. Aber dein leeres Katzenkörbchen hat nun wieder ein heimatloses Wesen in Beschlag genommen. Ich denke, du gönnst es Jasper, auch wenn du kein Fan von anderen Samtlatschen warst. 

Jasper wurde zusammen mit anderen Katzen auf einem Hof im Jura eingefangen und kastriert. Von rund 18 Katzen durften nur drei zurück auf den Hof. Unser Glück, dass Jasper nicht dazu gehörte. So ist der junge Mann bei uns gelandet. Für mich ist es ganz seltsam so einen Jungspunt im Haus zu haben. 


Ich vermute mal, dass ich diesen Schal schon bald nicht mehr in Ruhe werde zu Ende stricken können. Sobal Herr Jasper entdeckt, dass es noch eine Welt ausserhalb der geschützten Bettzone gibt, wird wohl Action angesagt sein. Wir sind gespannt. Welcome home, Jasper und bitte, bitte, bitte ... werde hundert Jahre alt.

Habt es fein.
Eure Alex mit Jasper, Herr der Wollmäuse


P.S.: Die Fotos von Jasper sind etwas unscharf, denn die grosse Kamera findet er noch gruselig.

Mittwoch, 20. März 2024

Sleep dearie Sleep


 


Wenn ihr traurig seid, schaut in eure Herzen, und ihr werdet erkennen, dass ihr in Wahrheit um das weint, was euch zuvor Freude schenkte.

Khalil Gibran



Sonntag, 17. März 2024

Stopppp!!!! Keine Zeit für Frühling


 Ja, Herrgott Sakrament, was soll denn das?! Da ist Frau ein mal beschäftigt und steckt tief in der Überarbeitung des Lektorats des neuen Buches und schwups, glaubt der Frühling gleich das Zepter im Gwundergarten übernehmen zu können. Geht's noch?

Könnte bitte mal jemand die Stopp-Taste drücken? Ich habe gerade keine Zeit die Rosen fertig zu schneiden, geschweige denn zu düngen. Das Unkraut macht auch was es will und die Blümchen ... hach, ja, seufz, die blühen halt auch dann, wenn sie fröhlich sind und nicht wenn Frau Zeit hat. Trotzdem lasse ich mir eine kurze Fotorunde nicht nehmen. 



Frisch geduschte Helleboren. Sie sind gerade die Stars in meinen Beeten. 


Ob gepunktet ...

leicht errötet ...

... oder einfach rosa ...

... oder in weisser Hülle und Fülle. Helleboren, wohin Frau Gwundergarten schaut.



Das Tränende Herz reckt sich auch schon der Sonne entgegen.

Und der Bodnant Schneeball verbreitet seinen Frühlingsduft.


Manche schleichen sich heimlich in den Garten.

Oder quetschen sich zwischen dem Bärlauch hindurch.



Wiederum haben ander sich gleich einen Highway gebaut. Das ist der sogenannte Igel Highway (Hedgehog Highway). Einen McDrive gibt es da ebenfalls, denn  nach der nächsten Kurve gibt es Mehlwürmchen und Igelfutter à discretion.


Unser Chefgärtner nach seinem Nickerchen. Jetzt geht's dann gleich auf den Kontrollgang.


Grimmiger Blick. Check, hab ich drauf.


Ein Schluck Madetswiler Quellfrösch, das weckt die Lebensgeister.


Los geht's. Okay, wir waren auch schon mit mehr Elan unterwegs (gut ich verstehe, es knirscht ein bisschen in den alten Knochen ... geht mir ähnlich)


Da erschrecken sich ja noch nicht mal die Ringeltauben.


So, besser?
Yep, Starren hilft schon mal den Gegner einzuschüchtern. Aber bloss nicht bewegen, sonst erlischt der angsteinflössende Eindruck gleich wieder.


Puh, so viel Starren macht müde. Eine Pause auf dem Liegestuhl kommt gerade recht.


Draussen in seinem Element sieht unser Katerchen richtig fit aus ... zumindest wenn er sich nicht bewegt. Aber mit geschätzten 17 Jährchen auf dem Buckel darf man es auch etwas langsamer angehen. Er schläft jetzt die meiste Zeit und geht nur noch auf kleine Runden (um Zecken einzusammeln vermute ich mal, wenn ich mir seinen Pelz danach so anschaue... grummel). Jetzt, wo es wieder wärmer wird besteht unser Partytiger darauf, die Nächte draussen zu verbringen und erst Mitten in der Nacht heimzukommen. Was er auch gerne lautstark angkündigt, vermutlich nur aus Rücksicht, damit ich mir keine Sorgen um ihn mache. Jaaaaaa, so is er unser Kleeener.

Habt einen guten Wochenstart.
Liebe Grüsse

Alex und der rote Tiiiischer