Mittwoch, 17. Februar 2021

Winter - Ein unartiges Kind

 

Ja, ja, von wegen Zuckerlandschaft, Winterwonderland und wie wir die winterlichen Bilder alle liebevoll genannt haben. Kaum macht sich der Winter auf und davon, zeigt sich sein wahres Gesicht. Zermantschte Rosen, ...

zerrissene Lavendelbäumchen, ...

umgekippte Stützen, ...

niedergedrückte Annabellen, ...

und überhaupt ein einziges Wirrwar in den Beeten. Man möchte dem Winter am liebsten wie einem unartigen Kind zurufen: "Jetzt räum endlich dein Zimmer auf!" oder "Du kommst mir so lange nicht mehr raus, bis du aufgeräumt hast!" Tja, aber hört er etwa auf mich?! Natürlich nicht, denn im nächsten Jahr schneit er einfach wieder herein ohne anzuklopfen und er wird mit Garantie wieder das gleiche Chaos hinterlassen, wenn er geht. Was für ein verzogenes Kind!

Unser kleiner Teich schaut noch immer wie eine Milchbar aus. Ich fürchte um das Hechtkraut, das ich erst im letzten Herbst "versenkt" habe.

Nicht nur die Vögel pfeifen es vom Baum...


... die ersten Anzeichen von Frühling sind mittlerweile auch im Gwundergarten sichtbar. 

Die letzten Fleckchen Schnee werden garantiert in den nächsten Tagen weggeschmolzen. 



Und schon bald weht wieder der Duft des Wintergeissblattes durch den Garten. 


Der Rote testet schon mal das Gras, es ist aber noch nicht ganz nach seinem Geschmack.


Immer wieder erstaunlich, was Helleboren alles wegstecken.


Sie sind der Grund, warum ich den Winter doch ein klitzekleines bisschen mag. Denn ohne Winter, keine Schneeglöckchen.

 

Schon bald werden sie wieder überall aus dem Rasen hervorblinzeln... auch wenn ich gerne noch viel mehr davon in meinem Garten hätte. Wenn ich nicht so faul wäre, würde ich nach dem Verblühen die Pflänzchen teilen und neu verbuddeln, so würde es mit dem Verwildern ein bisschen schneller gehen. Na ja auch hier: Ohne Fleiss, kein Preis.

Ein bisschen fleissig war ich dann doch, denn das ist das Schöne am Winter, man hat wieder mehr Zeit etwas drinnen zu werkeln. Und so entstand unter anderem dieser Libellen Shopper.


Heute frisch eingetroffen: Wolle vom Strickcafé. Mich hat nämlich das Strickfieber gepackt. Aber auch beim Kauf von Wolle muss man heutzutage aufpassen, dass kein Tierleid dahinter steckt. Es ist unglaublich, was dem Menschen alles in den Sinn kommt, um noch mehr Profit zu machen. Darum, wenn ihr Wolle kauft, achtet bitte darauf, dass es Mulesing freie Wolle ist. Mulesing ist ein Verfahren, dass den Lämmern ohne Betäubung Haut rund um das Schwänzchen entfernt. Eine - entschuldigt den Ausdruck - verdammte Menscherei ... ich wollte eigentlich Sauerei schreiben, aber einem Schwein käme so was Idiotisches echt nicht in den Sinn.



 Ebenfalls bei Woolpack gibt es tolle Farben. Wenn ihr noch Woll-Shops kennt, bei denen man englische handgefärbte Strickwolle kaufen kann, freue ich mich über eure heissen Tipps. Dauert ja noch ein Weilchen, bis man wieder reisen und diese selbst mitbringen kann.

Bleibt gesund, ihr Lieben, und freut euch über die ersten wärmeren Tage.

En liebe Gruess

Alex

Mittwoch, 13. Januar 2021

Winterwunderland

Winterwundeland? Spinnt Frau Gwundergarten? Das weisse Zeug ist einfach nur widerlich nass und kalt. Soll die mal ihre Schuhe von den Pfoten ausziehen und dann reden wir noch mal darüber, wie herrlich Schnee ist. Die hat ja echt keine Ahnung *grummel*. 


Na ja, wenigstens ist an der Futterstation wieder was los.


Hmm, Anschleichen könnte schwierig werden.
"Noah, denkt nicht mal dran!" Der Kater hat mal wieder nur Flausen im Kopf, dabei freue ich mich so, dass wir in diesem Jahr wieder mehr Amseln im Garten haben. 


Die Erlenzeisige und Distelfinken schauen jeweils in ganzen Schwärmen bei uns vorbei. Dafür sehen wir in diesem Jahr deutlich weniger Meisen. 


Das Gezwitscher der Zeisige ist einfach herrlich. Wer es hören möchte hüpfe mal rüber auf Instagram, wo ich ein kleines Filmchen eingestellt habe.



Die Blüten der Hortensien sind einfach immer schön... selbst im Winter.



Brrrr... Rose im Winterkleid



Blick von der Terrasse. 


Das Pfaffenhütchen wurde von den Vögel schon geplündert. 


Huch, was ist denn da los? Blüten und Hagebutte zur gleichen Zeit und dann auch noch mit Schnee? Verrückte Rosenwelt.


Apropos verrückt: Schippt eigentlich sonst noch wer für seine Katze Schnee? Mein Kater ist echt verwöhnt, ich weiss, aber sonst macht er gar keinen Schritt mehr hinaus... 
"Was heisst da verwöhnt?! Das ist doch das mindeste. Hast du nicht noch so ein Ding im Bad, das warme Luft hinausbläst? Damit könntest du doch den Schnee für mich..."
"Vergiss es, Noah!"



Pfff... dann halt nicht. Aber hey, hier geht es nicht weiter?! Du hast vergessen weiter zu pfaden. Man hat es echt nicht leicht, als Kater.



Kannst dich trösten, Noah, auch als Gargoyle hat man ein hartes Leben. Ständig kriegt man Schnee mitten ins Gesicht gepfeffert.

Ja, und wir müssen hier stehen, bis wir Rost ansetzen... oh, das haben wir ja schon.


Jammert nicht rum, ihr könnt gerne ein Nickerchen auf der Gartenliege machen. Ein weiches weisses Kissen liegt bereit.

Mit einem Bild von Ruhe und Frieden aus dem Gwundergarten beenden wir das Wintermärchen für heute. Habt alle noch eine gute Woche.


En liebe Gruess

Alex, Noah, Gargoyle und die Rostkatzen

Dienstag, 29. Dezember 2020

Jahresrückblick: Ja, es muss sein

 

Auch wenn es für viele ein bescheidenes Jahr war, lasst uns zurückblicken, denn es hatte doch Einiges zu bieten und ich verspreche, das böse C-Wort wird nicht ein einziges Mal erscheinen.

Januar

Viel Schnee gab's nicht... eigentlich gar keinen in tieferen Lagen. Doch an dem einen Tag, wo zumindest ein Hauch der weissen Pracht über den Gwundergarten gerieselt war, machte ich diesen schnuckligen Dieb aus.

Ansonsten sah es mehrheitlich so aus im Gwundergarten.

Februar

Im Februar galt es einen Testbericht über Gartenhandschuhe zu schreiben. Die Schwierigkeit darin lag wohl an den Fotos, die nicht allzusehr nach Winter ausschauen sollten, da der Artikel in der Mai-Ausgabe des Schweizer Gartens erscheinen sollte. Na ja, da gab es wohl noch etwas Luft nach oben :).

Ende Februar erblickten wir plötzlich diesen Besucher auf der anderen Seite des Gartenzauns: ein Luchs! Was haben wir uns über diesen Anblick gefreut. Er hatte es auch gar nicht eilig und spazierte gemütlich Richtung Wald.

März

Die Sternmagnolie blüht! Leider zum letzten Mal, später im Jahr ist sie aus irgendwelchen Gründen eingegangen.

Unsere Holzstufen im Garten mussten ersetzt werden, weil es langsam gefährlich wurde. Jetzt ist sie aus Sandstein und ich frage mich schon leise, wann ich wohl das erste Mal hier runtersegeln werde *autsch*.

April

Die spinnen, die Römer! Blühen doch im Arpil bereits die Pfingstrosen und...

 

... die erste Kletterrose.

Mai

Mmmmh, die Zeit meiner Lieblingskonfitüre ist wieder da: Rhabarber mit Minze. Gerade letzte Woche habe ich mit Freuden entdeckt, dass ich doch tatsächlich noch ein Glas davon habe... nicht mehr lange *mjamm*.

Der Wonnemonat ist gartentechnisch mein absoluter Favorit. Alles wirkt knackig Grün und wird nach und nach mit sanften Farbtupfern bereichert.

Diese süsse Maus... ähm Füchslein (das andere frisst sie ja lieber)... begegnete mir ebenfalls im Mai und soll mich für den Rest des Jahres noch auf Trab halten. Ihre Rettung vor dem unnötigen Erschiessen durch einen Jagdaufseher brachte mir juristischen Ärger ein, aber es hatte sich gelohnt: Die Kleine durfte weiterleben und wie es im Moment ausschaut, werde ich wohl um das Bussgeld herumkommen. Mit dem schriftlichen Bescheid lässt sich der Statthalter allerdings Zeit... sehr viel Zeit.

Juni

Wenn man im Winter schon mal Futter gefunden hat, kann man es im Sommer ja nochmal probieren :).

Der Gwundergarten verwandelt sich in einen Rosengarten.


Juli


Eigentlich Schottland, dann halt aber Engadin. Passt doch ganz gut als Anternative... nein ich heule jetzt nicht und es folgt auch keine Gejammer... JAMMMMMMMMMEEEEERR.  Okay, ich brauche jetzt sofort einen Whisky... einen doppelten.


Ich durfte zwar nicht nach Schottland, aber dafür hatte ich diesen im Gepäck. Mein neuer Roman erschien im Juli... leider noch nicht als Taschenbuch... aber ich arbeite daran. Als Hörbuch und E-Book ist er allerdings in den bekannten Online-Shops erhältlich.

August

Es war heiss im August *ächz*... aber im Schattengarten hielt man es aus... gerade mal so.

Die Rosen liessen sich davon nicht gross beeindrucken, auch wenn diese hier ihr Köpfchen Richtung Wasserquelle hängen lässt... sie ist nur ein Simulant, denn ihre Wurzeln hatten noch genügend nass.

September

Die alte Teichfolie war nicht mehr dicht ... daher gab es für den kleinen Teich ein Face-Lifting.

Stars im Beet waren die Herbstanemonen.

Oktober

Winterschlaf? Sicher nicht, viel zu warm. Leg dich soch selber hin, wenn du so faul bist. Ach, aber leg uns vorher bitte noch ein paar Mehlwürmer und Katzentrockenfutter hin, ja?

Wir hatten in diesem Jahr bestimmt um die acht Igelchen, die durch den Garten wuselten. Da sie oftmals an das eher ungesunde Sonnenblumenkernen-Futter der Vögel gingen, habe ich im Herbst ein paar Futterstellen für sie eingerichtet. Der Fuchs hat mich allerdings immer wieder herausgefordert, bis ich endlich den Hochsicherheitstrakt für Igel und Futter kreiert hatte.

Im Oktober habe ich eine neue Gärtnerei entdeckt. Ich könnte jetzt noch jubeln vor Freude, weil diese endlich mal nicht den Einheitsbrei anderer Gärtnereien verkauft. Ich war mit sicherheit nicht das letzte Mal da.

Da es aber nicht so elegant aussieht, wenn ich mich vor Freude auf dem Rasen wälze, überlasse ich das meinem Chefgärtner.

November

Hortensie Hobergine glüht ein letztes Mal auf, bevor sie in die Winterpause geht.

Und die Natur passt sich wieder der Fellfarbe des Katerchens an. Ja, das gefällt Monsieur Schiefschnute.

Dezember


Wir hatten dann mal Schnee gehabt... so das reicht... von mir aus können wir nun wieder gleich ab in den Frühling. :)

Ihr seht, das Jahr war doch gar nicht mal so schlecht (Nein, ich habe es mir nicht mit Whisky schön getrunken *hicks*). Man muss halt einfach die Augen für das Schöne offen halten und wie unsere Samtlatschen den Moment geniessen. In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Abschluss von 2020 und einen guten Rutsch in ein gesundes, buntes, blühfreudiges und einfach rundum zufriedenes 2021. Machen wir was draus.

En liebe Gruess

Alex & Noah