Sonntag, 17. Oktober 2021

Nebelgrenze

Ich mag es, wie der Nebel im Herbst jeweils durch unseren Garten kriecht. Oftmals befinden wir uns haarscharf an der Nebelgrenze, was das Licht ganz besonders macht. Also nichts wie raus mit der Kamera.


Tautropfen schimmern auf der Clematis Multiblue, die nur noch vereinzelte Blüten aufweist.


Im Sommerhäuschen wär's noch zu frostig für den ersten Morgenkaffee. Die kleine Meise lässt es sich aber schon mal am Frühstücksbuffet schmecken.


David Austins wildes Evchen (Wild Eve) plustert sich im ersten Sonnenlicht etwas auf. Im Herbst finde ich ihre gefüllten Blüten ganz besonders bezaubernd. Sie wirken noch nostalgischer. 


Mit Nebel wirkt der Gwundergarten manchmal ganz mystisch. Ich mag diese Stimmung.


Die letzten Blüten der Rose Cheek to Cheek linsen ins Sommerhäuschen.


Gräser: Im Herbst einfach unverzichtbar.Okay, das Mähen rundherum geht etwas ins Kreuz, aber so what?


Ja, ich weiss, der arme Vogelbeer-Baum trägt ein heftiges Efeu-Kleid. Aber sobald die Sonne ganz durch den Nebel lugt, sumst es wie verrückt um ihn herum. Die Bienen, Wespen und Hornissen machen sich über die Blüten her, während die Amseln lieber die Beeren verdrücken und auch gerne darin nisten. Wie könnte ich so einen Lebensraum beseitigen?


 Auch der Rücken der Herbstanemonen kann entzücken.



Was für eine Stimmung!

Die Bäume des Waldes nebenan kleiden sich auch immer herbstlicher.


Ich geb's zu, ich bin kein Fan des Storchenschnabels Rozanne. Er ist mir zu vereinnahmend. Aber die Blühdauer ist erstaunlich und entzückt doch das eine oder andere Bienchen. 


 Die chinesische Wiesenraute trumpft mit ihrem goldenem Blätterkleid auf.

Lichtspiele in meinem kleinen Waldgarten. 


 Rispenhortensien.

Die Hortensie Hobergine trägt im Sommer wunderprächtige lilafarbene Blüten, die im Herbst Vintage mässig rüberkommen. Aber auch die Blattfärbung kann sich sehen lassen. 


Kaukasischer Gamander. Einmal eine Pflanze von @ein Schweizer Garten erhalten und siehe da, nun wächst er im ganzen Gwundergarten. Aber mir gefällt er und den Insekten auch, also darf er ruhig im Gwundergarten herumlatschen und bleiben, wo es ihm gefällt. 


Winterharte Fuchsien. So pflegeleicht und blühfreudig, was will Frau mehr.


Das Prinzesschen hat noch immer nicht ausgeblüht. Mir soll's recht sein. 


 Astern, von Jahr zu Jahr wandern mehr in meinen Garten. 

Herbstliches Chaos von Funkien, Hebe, Rispenhortensie, Astern und Nieswurz. Hier wuseln auch gerne die Igel herum.

Noch stehen nicht alle Rosen nackig da. Einige schmücken sich gar etwas mit Tau. 


 Aber der Hortensie LimeLight stielt zur Zeit niemand die Show.

Hopfen Oregano.

Auch im Schatten-Garten herrscht wildes Chaos. Aber die Viecher und ich mögen es so.

Distelfinken am Frühstücksbuffet. Im Moment fressen sie mir gerade alle Haare vom Kopf. Kaum aufgefüllt sind die Futterstellen schon wieder leer.


 So, und nun ist der Herr Kater auch aufgestanden. Okay, nicht ganz freiwillig und vielleicht ein kleines bisschen fies von mir. Aber ich habe die Gelegenheit seines Schlafes schamlos ausgenutzt und ihm gleich die Wurmkur aufs Fell verpasst. Das war Nervenschonender für uns alle, auch wenn er im Moment nicht gerade amüsiert darüber zu sein scheint. 😁

Ich hoffe, auch ihr habt ein paar Sonnenstrahlen geniessen können. Habt einen guten Start in die neue Woche.
En liebe Gruess

Alex

Sonntag, 3. Oktober 2021

Wer hat an der Uhr gedreht?

Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber irgendwer dreht ständig an dieser doofen Uhr. Kaum August schon haben wir wieder Oktober. Frechheit! Na schön, es war auch ordentlich was los in dieser Zeit. Aber nun haben Männe und ich Ferien und endlich Zeit für Haus, Garten und Getier.

Das Astern Beet hat ein paar Lücken erhalten, nicht alle versamen sich gleich gut, obwohl ich sie wirklich lange stehen lasse. Habe jetzt wieder ein paar neue gesetzt und warte gespannt, wie sie sich entwickeln.


Auch die weissen Astern gefallen mir super gut in Kombination mit der Hebe und der Rispenhortensie Vanille-Fraise. Letztere hat noch etwas Luft nach oben, was die Wuchsfreudigkeit angeht, vielleicht ist sie nicht so glücklich mit dem doch ziemlich schattigen Standort.


Die Hortensie Limelight ist da schon deutlich wuchsfreudiger. Die Aster im Hintergrund hat sich selbst ausgesät vom Nachbarbeet. Von mir aus, darf sie das ganze Beet einnehmen.


Das weisse Beet im Herbstlook. Die Metall Windlichter stammen von der Künstlerin Margrit Grubenmann. Mehr dazu später.


Princess Anne


Im Moment kann ich nicht genug Astern im Garten haben... nur ihre Sorten-Namen kann ich mir leider so schlecht merken.

Verbena bonariensis und im Hintergrund Astern... leider gefällt es der Verbena in meinem Garten nicht so gut. Das ist die Einzige, die ich in diesem Jahr entdeckt habe. 


Die Astern sind auch bei den Bienen beliebt, wie man sieht. 


Nein, Katerchen Noah hat ihr keine peinlichen Geschichten aus seinem Katerleben erzählt, die Hortensie hat auch so rötlich angehauchte Blütenblätter.

 

Herbstchaos von Fetthennen, Fuchsien, Herbstanemonen, Salbei und Farn.

 

Etwas Geduld war mal wieder angesagt bei dieser Pflanze: die Guernsey Lilie oder Nerine sarniensis. Sie blüht erst gegen Herbst, aber dafür kommt sie mit der Hitze von der Terrasse super zurecht. 

 

 Hüstel, oben hübsch unten na ja... nackig, aber das zeigen wir jetzt lieber nicht, denn...


... wir werden beobachtet.


Was sonst noch so lief: Für den Schweizer Garten durfte ich in den Garten und das Atelier von Margrit Grubenmann in Uetendorf reinschauen. Ein Artikel dazu folgt im nächsten Jahr. Es war sehr spannend der Metallkünstlerin beim Funken fliegen lassen zuzuschauen. Und auch wenn schon einige ihrer Kunstwerke bei mir im Garten stehen, konnte ich ...


 ... diesem schrägen Vogel nicht widerstehen. 

 

Diese Mietzen stehen schon etwas länger in meinem Garten, doch daneben wächst ein anderes Andenken an einen meiner Gartenbesuche: eine winterharte Begonie von der Gärtnerei Blattgrün. Okay, noch ist sie unscheinbar und zierlich, aber ich hoffe, dass sie schon bald...

... so üppig wächst, wie ihre Kolleginnen im Park der Gärtnerei. Der Vormittag mit Elisabeth Jacob verging wie im Flug. Im Moment bin ich dabei den Artikel fertigzustellen, der ebenfalls im nächsten Jahr im Schweizer Garten erscheinen wird. Aber natürlich erhaltet ihr hier schon mal ein paar wenige Einblicke in die ganz besondere Gärtnerei mit Park. Ein wahres Paradies für Schattenpflanzen.


Die Gärtnerei grenzt an den Park Seleger Moor. Wenn ihr also mal in der Nähe seid, kann ich euch nur empfehlen da reinzuschauen.


 

Am letzten Wochenende waren wir dann auch noch hier, wenn auch nur kurz: Am Spätsommerfest der Winkler Richard Naturgärten in Wängi TG. Was für ein wahnsinns Schwimmteich. Mein Mann irrt nun im Garten umher und sucht verzweifelt nach einem Platz, wo wir diesen unterbringen könnten (Pssst, ich vermute ja, er will sich nur vom Rasenmähen drücken *kicher*). Meiner Meinung nach müssten wir zuerst einen Plan aushecken, wie man eine Bank überfällt, um den Teich zu finanzieren. Ich denke, wir lassen das lieber, denn im Knast gibt's auch keine Schwimmteiche und dass Katerchen Noah uns eine Feile hineinschmuggelt ist auch eher unwahrscheinlich. 

 

"Sehr lustig, Frau Gwundergarten. Du würdest besser hier mal für Ordnung sorgen, als ständig dumme Sprüche klopfen."

Ach komm schon, Noah, gegen die hübsche Gipsy von nebenan kannst du jetzt wirklich nichts haben. 

"Du schaust mal wieder nur auf Äusserlichkeiten, Frau Gwundergarten. Die will sich mein Revier schnappen. Schau sie dir nur an... sie schielt schon auf MEINE Vögel!"

Zeit den Chef zu markieren.

"Na also, geht doch. Weg ist sie."

Und noch ein Besucher. Dieser schaffte es allerdings nicht hoch zur Klingel. Er meinte, er sei der Froschkönig, ich soll ihn doch mal küssen. Pah, auf den Trick fall ich nicht rein. So wie er daher kommt, kann es sich nur um einen Pantoffelhelden handeln oder was meint ihr?


Die Igelchen sind wieder munter unterwegs in unserem Garten. Doch als ich am nächsten Tag mir dieses Foto anschaute, sah ich auf einmal: "Mist, da ist was mit seinem linken Äuglein". Die Igelstation meinte, einfangen und zum Tierarzt bringen, um prüfen zu lassen, ob es sich nicht um eine Augenentzündung handelt. 

 

 Erst nach dem Kontakt mit der Igelstation ist mir aufgefallen, dass das Igelchen auf seinen Stacheln (rechts hinten) schon eine grünblaue Markierung hat und vermutlich unter Beobachtung steht (so schön zu wissen, dass auch jemand anderer ein Auge auf die stacheligen Gesellen hat). Beherzt habe ich ihn mir dennoch geschnappt, um sicher zu gehen, dass alles im grünen Bereich lag. Das Äuglein war sauber entfernt und ohne Entzündung. Ihm und seinen Untermietern - wie kann man nur so viele Flöhe haben!!! - ging es super gut... er hatte auch ordentlich was auf den Rippen. Er ist bereit für den Winter und die Unterkünfte stehen auch schon bereit. 

So, nach diesem langen Post wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche. 

En liebe Gruess aus dem Gwundergarten

Alex