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Freitag, 28. Oktober 2022

Begegnungen


Die letzten beiden Wochen hatte ich Ferien. Herrlich, was für ein Luxus einfach Tun und Lassen zu können, was man will. Okay, dass ich mich morgens jeweils schon vor halb acht Uhr aus dem Bett gequält habe war jetzt nicht wirklich so mein absolutes Ferienfeeling, aber... meine alten Knochen brauchten mal wieder Bewegung. Und so hatte ich mir vorgenommen, täglich mindestens eine halbe Stunde Spazieren zu gehen. Und ja, ich habe mit wenigen Ausnahmen durchgehalten... bei jedem Wetter *Schulterklopf*.
Meistens lachte die Sonne und es viel mir leichter aus dem Bett zu hüpfen, um der Welt guten Morgen zu sagen. 
So zieht man sich den Herbst doch wirklich gern rein, oder?


Könnt ihr normal durchs Laub gehen ohne loswuscheln zu müssen - also ohne die Füsse nachzuziehen, um das Wisch-Wusch-Geräusch zu erzeugen? Ich krieg's nicht hin. 😀
Oha, da habe ich ein Reh beim Frühstück gestört... Tschuldigung.

Manchmal war das Licht fast schon magisch.


Aber nicht jeder Morgen war so wolkenlos. 

Mein gewählter Weg mochte oftmals derselbe gewesen sein, doch immer gab's was Neues zu sehen (okay, das Dorf war jetzt schon da und ist nicht plötzlich aus einem Erdloch hochgeploppt)...
... oder eine andere Stimmung aufzusaugen. 

Und fast immer gab's eine tierische Begegnung.

Welch erfreulicher Anblick: Nicht oft habe ich bei uns in der Schweiz das Muhneli noch auf der Weide sehen können. Allerdings scheint mir dieser hier noch ziemlich jung zu sein und noch nicht so richtig zu wissen, was er mit den Weibern anfangen soll 😏.
Tja und ein paar hundert Meter weiter, kam dann dieses wilde Tier auf mich zu. Okay, die Fahnenstang stand nach oben, da war klar, was Madam wollte. 
Was sie wohl im Blick hat? Ah ich seh's: eine Bank. Zielstrebig tapste sie voran - immer mit dem Blick zurück, ob ich denn auch folge. Klar, ich bin von meiner eigenen Schiefschnute schliesslich gut abgerichtet worden. 
Und so habe ich eine Zwangspause eingelegt. 


Mit dem Blick nach oben. Hätte ja auch beinahe etwas verpasst. Keine Ahnung wer da vorbeigeflattert ist, aber es sah nach einer weiten Reise aus.
Ihr war das egal. Hauptsache der Po hatte einen trockenen und warmen Ruheplatz. 
Oh, entschuldige, ich habe vergessen zu knuddeln. Besser ich lege den Fotoapparat jetzt weg, sonst kriege ich noch eine gewischt.
Irgendwann wurde ich dann aus den Klauen entlassen und durfte weitergehen. 
Heimkommen ist auch immer wieder schön. Und dann gibt's erstmal Frühstück.

Wie gesagt, nicht immer war das Wetter sonnigwonnig. Aber Nebel hat doch auch was. Findet ihr nicht?
Mystisch. 
Als wär's ein Zauberwald...
... mit etwas zu gross geratenen Kobolden, die auf der Wiese auf das Ding aus dem Nebel warteten.
Aber selbst bei Nebel gab's immer wieder etwas zu bestaunen...
... und auch diese Begegnung zaubert mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht.
Doch ganz ehrlich? Bei Noah zu kuscheln ist doch gemütlicher, als im Nebel herumzuwandern.

Soderle, und nun noch ganz hurtig im Schnelldurchlauf ein paar Gründe, warum ihr euch den 5. November 2022 dick im Kalender anstreichen sollt: von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr findet in der Garage Wetzikon, Bahnhofstrasse 24, der Markt von Federfrei and Friends statt. Ich gehöre zu den Friends und habe die Ferien genutzt, um die Nähmaschine heiss nähen, die Stricknadeln klimpern, die Tassen scheppern und die Seifen in ihre Verpackungne hüpfen zu lassen. Schaut selbst:
Die Taschen oben und unten sind aus Tweed Stoff entstanden (kombiniert mit Kunstleder), den ich von meinem letzten Schottland Urlaub mitgebracht habe. 


Kaffee-Seife
Ebenfalls Seife (drei verschiedene Düfte erwarten euch)
Tassen-Kerzen


Etagere mit Heu-Herz.
Fotokarten und Baby-Schühchen
Natürlich: Die Bücher werde ich auch mitnehmen.
Shoppers für jede Lebenslage





Ach ja, und ich weiss nicht, ob man es euch schon gesagt hat, aber die Heizungen werden in diesem Winter runtergedreht. Also nichts wie ran an die "Amedisli".

Soderle, ich bin bereit für den Markt. Würde mich sehr freuen, wenn Federfrei und ihre Friends sich nicht allein in der Garage Wetzikon die Füsse in den Bauch stehen müssen. Psst, es gibt auch einen Barbetrieb (mit diversen Leckereien), Poetry Slams und eine Kinderbuch-Lesung... nur für den Fall, dass die Fotos noch nicht gereicht haben sollen 😎. 

Bis bald und habt ein schönes Wochenende.
Alex
 

Samstag, 23. Februar 2019

Es begann mit einem Knäuel Wolle / It started with just one ball of wool

Was macht man mit einem Knäuel Wolle, den man eigentlich gar nicht haben wollte und geschenkt bekam? Ich mochte dieses bunte Farbgemische überhaupt nicht, aber ich hatte ein Muster für einen Schal, das ich schon lange mal ausprobieren wollte.

A long time ago, I got a ball of wool as a present from a wool shop. But what should I do with it? I didn't like this mixed color but I had a pattern I wanted to give a try for quite a while. It was a pattern for a scarf.


Das Muster hat ja so viele Löcher, das wird wohl nicht so viel Wolle brauchen, um den Schal fertig zu stellen. Ja, so naiv war Frau Gwundergarten. Kaum war der Knäuel verhäkelt, fand ich das Muster gar nicht mal so übel und wollte den Schal natürlich fertig bekommen, also habe ich noch drei Knäuel nachbestellt (ja, das Werbeprinzip des Wollladens, von dem ich den Knäuel erhalten hatte, ist aufgegangen).

Well, with all those holes in it, it probably wouldn't need a lot of wool for the scarf. How naiv I was *smile*. After finishing the first ball, I did quite like the pattern and wanted to finish the scarf. Therefore I ordered another three ball (that's probably what the shop intended me to do).


Nur, das reichte noch immer nicht. Es folgte noch eine Nachbestellung und ich meine, das ich am Ende sechs bis sieben Knäuel von der Wolle, die mir doch eigentlich gar nicht gefallen hatte, verhäkelt hatte. 

But, that wasn't enough. I had to order again. At the end I crocheted about six to seven balls of the wool I didn't like at all at the begin of the project.


Und wie oft ich diesen Schal gerade am Anfang wieder aufribbeln musste, sei hier mal vornehmen verschwiegen. Mal war er zu breit, dann wieder zu schmal, dann stimmte das Muster nicht... grrrr…

How many times I had to dissolve my work again, I better don't mention. At sometime the scarf was getting too broad, then again to narrow, then I made a mistake in the pattern… and so on... grrrr.



 Aber am Ende hat's gepasst.

But at long last, it all came together and worked out rather well. I like it and ...

 Das findet auch der Herr Kater.

… and Noah seems to like it as well.

 Eines sei gesagt: Nähen braucht weniger Geduld.

But I have to say, sewing demands a lot less patience.

Gut, mit den Ösen habe ich mir einen ziemlichen Kampf geliefert, aber am Ende …

Well, I had a little fight with the eyelets, but in the end ...

 … war der Sieg mein.

… I succeeded.

Diese Tasche verfügt über zwei Innnen und zwei Aussenfächer (eines davon ziemlich gross, so dass man die Geldbörse darin verstauen kann). Ich mag diese Tasche, weil sie so gross ist, dass ich all mein Zeugs für den täglichen Überlebenskampf darin verstauen kann.

It  has two front exterior pockets (one of them quite big for a money purse) and two inside. I like this pattern, because it's a big bag in which I can stuff in all my things to survive.



 So ausgerüstet kann das Wochenende beginnen.
With scarf and handbag I'm ready for the weekend. 

Viel Spass, bei allem was Ihr tut.
Have fun by what you do.

En liebe Gruess / Take care

Alex