Samstag, 6. August 2022

Von Fledermäuschen und gruseligen Gestalten

 


Heute nehme ich euch mit auf eine Abbey Tour. Burg- und Klosterruinen werden zurzeit in Schottland auf ihre Sicherheit überprüft und es werden Renovierungsarbeiten ausgeführt. Leider nicht ein Gebäude nach dem anderen, sondern gleich so ziemlich alle Ruinen, die da noch rumstehen. Das heisst, dass es viele Absperrungen gibt und man nicht überall rein kann. Jäh nu, eindrücklich war es trotzdem.

Auf dem Weg zum Abbey Dryburgh mussten wir hier einfach halt machen, denn ...


... da muss man doch gucken und geniessen. Oder nicht?


Und dann waren wir da, im mystisch schönen Dryburgh Abbey, in welchem auch Sir Walter Scott seine letzte Ruhestätte fand. 



Plötzlich fühlte ich mich unter diesen steinernen Bögen etwas beobachtet. Yep, dieses Fledermäuschen hat es wohl vor Sonnenaufgang nicht mehr rechtzeitig nach Hause geschafft. Zum Abhängen hat es aber ein wunderbares Plätzchen über Sir Walter Scotts Grab gefunden... oder ist es etwa Sir Walter Scott selbst... Wir werden es nie erfahren. 

Wenn man bedenkt, dass das Kloster ca 1150 erbaut wurde, ist es erstaunlich, dass man heute überhaupt noch etwas davon sieht. Der Ort strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, ganz anders als bei Melrose Abbey. 
Ein bisschen weit weg vom Meer ist er schon, dieser Austernfischer. Aber ihm schien es hier auch zu gefallen.


Der hintere Teil vom Kloster ist von einer Blumenwiese umgeben, durch die Wege gemäht wurden. Es ist wunderbar auf solchen Wiesenwegen gemütlich dahinzuschlendern.



Alter Grabstein. Die Inschriften ziehen mich immer magisch an. Welche Geschichten verbergen sich dahinter, welche Tragödien, welche Liebe, welches Leid, welches Leben?


Weiter ging es nach Melrose. Bevor wir jedoch das Kloster besuchten, musste ich einfach hinter diese Tür linsen. Dahinter verbirgt sich der Klostergarten von Melrose Abbey. 


Der Garten war nicht gross, aber spannend.


Spannend, weil ich wieder Pflanzen entdeckte, die ich noch nie gesehen hatte. 
Wie diese hier. Ich nehme an eine Distel, aber in Gelb?

Und natürlich musste ich mein Gwundernäsli auch kurz in den Schattengarten stecken.
Gepflegt ...


und auch wieder wild. So mag ich's. 

Aber nun auf zum Kloster... das leider auch wieder mit Absperrungen glänzte.
Entlang der Klostermauer erfreuten mein Auge wieder hübsche Blümchen. Ich meine das sei eine Färberhülse... bin mir aber nicht ganz sicher. 

Unter göttlicher Aufsicht gedeihen auch Rosen ganz wunderbar. 


Auch dieses alte Gemäuer fand ich sehr spannend, aber wie bereits erwähnt, strahlte es für mich nicht den Frieden und die Ruhe aus wie Dryburgh. Keine Ahnung woran das lag, denn auch hier waren kaum Touristen unterwegs. Unruhige Seelen vielleicht... 👀

Nicht falsch verstehen, ich fand es dennoch schön und spannend hier. Aber Abbeys wie die Priory von Llanthony oder eben Dryburgh haben eine ganz andere Atmosphäre. Ich kann nicht erklären was genau es ist und lasse es jetzt wohl besser bleiben😊


Beeindruckend fand ich die Arbeiten der Steinmetze. Ganz schön gruselig manche Gesellen, die da vom Gemäuer auf uns Sterbliche herabblicken.




Später auf unserer Reise nehme ich euch noch mit in die Rosslyn Chapel, die dies alles hier in den Schatten stellt. 

Auch die alten Grabsteine von Melrose Abbey erzählen viel.


Beim nächsten Mal nehme ich euch noch mit ins Städtchen von Melrose und zu den Highland Games von Alma. Nun wünsche ich euch ein wunderbares Wochenende.

Alex

2 Kommentare:

  1. wow
    das müssen einmal beeindruckende Bauwerke gewesen sein
    das strahlen selbst die Ruinen noch aus
    ja.. seltsam
    an manchen Plätzen fühlt man sich aufgehoben ..an anderen nicht ;)
    schade dass vieles abgesperrt war
    sehr schöne Bilder hast du mitgebracht

    liebe Grüße
    Rosi

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  2. Achjaaaa....sowas liebe ich ja! Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich mich von solchen uralten Gemäuern (UND alten Friedhöfen!) sehr angezogen fühle? Bin immer mehr als fasziniert von ihrer Aura, vom Gedanken, was die schon alles gesehen haben- und nicht zuletzt auch von der Tatsache, was man vor Hunderten von Jahren schon zustande gebracht hat. Ohne Bagger, Krane und andere technische Hilfsmittel. Nur mit Manpower, Grips und Vorstellungskraft. Unglaublich! Und die Tatsache, dass nicht jedes alte Gemäuer die gleiche Athmosphäre verbreitet liegt wohl daran, dass nicht alle von den gleichen- na, ich sag mal "Wesen"- bewohnt werden....😉Ich würde mich zu gerne einmal zurückbeamen und 1, 2 Tage in der Zeit leben wollen. Natürlich war auch damals nicht alles so romantisch verklärt, wie wir uns das manchmal vorstellen- aber es war mit Sicherheit alles gemächlicher und naturverbundener. Die haben sich wohl damals keine Vorstellung dazu gemacht, was wir dereinst mit unserem herrlichen Planeten anstellen.....
    Merci für den Ausflug,
    gniess de Sunntig, ganz liebi Griäss!

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